Flughafen Stuttgart Schmuggler mit 36 Kilo Tabak erwischt

Von Wolf-Dieter Obst 

Dass Flugreisende immer wieder mal zu viele Zigaretten in die Heimat bringen, ist für den Zoll am Flughafen nichts Ungewöhnliches. Ein reisender Araber hat es mit Wasserpfeifentabak allerdings deutlich übertrieben.

Der Zoll hat am Stuttgarter Flughafen einen ungewöhnlichen Fund gemacht. Foto: Horst Rudel
Der Zoll hat am Stuttgarter Flughafen einen ungewöhnlichen Fund gemacht. Foto: Horst Rudel

Stuttgart - Nicht schlecht staunten die Zollbeamten am Stuttgarter Flughafen, als sie bei der Kontrolle eines arabischen Reisenden auf dessen Mitbringsel in seinen Koffern stießen: Der Mann hatte aus Oman im Osten der Arabischen Halbinsel 36 Kilo Wasserpfeifentabak im Gepäck. Wie der Zoll am Montag mitteilte, war der 43-Jährige mit einem Flugzeug aus der Türkei gelandet und wollte damit durch den Ausgang für anmeldefreie Waren.

Aufgefallen war der 43-Jährige zunächst, weil er eine Stange Schmuggelzigaretten in seinem Handgepäck hatte. Das veranlasste die Zöllner natürlich, auch einmal in seinen Koffern nachzuschauen, die er aus dem Sultanat Oman mitgebracht hatte. Ein Volltreffer: Dort waren insgesamt 36 Kilogramm Tabak für Wasserpfeifen gelagert.

Für Tabak sind 1600 Euro Steuern fällig

„Der Mann erklärte, dass er mit dem Tabak keine gewerblichen Absichten habe“, sagt Zollsprecher Thomas Seemann, „den Tabak habe er nur für viele Freunde und Bekannte mitgebracht.“ Der Betroffene, so Seemann, habe einen Wohnsitz in Stuttgart gemeldet.

Generell gilt: Aus Nicht-EU-Staaten dürfen Reisende lediglich 200 Stück Zigaretten steuerfrei mitbringen. „Viele sind darüber nicht informiert“, sagt Seemann.

Bei 36 Kilo endet freilich die Arglosigkeit. Bei dieser Menge sind über 1600 Euro Steuern fällig. Das nun eingeleitete Steuerstrafverfahren wird erheblich teurer. Die vielen Freunde und Bekannten können das Ganze sprichwörtlich in der Pfeife rauchen – konkret: nicht rauchen. Weil es in Deutschland Vorschriften zu den Zusätzen im Wasserpfeifentabak gibt, wurde der Stoff beschlagnahmt. „Der Tabak ist nicht verkehrsfähig“, sagt Seemann, „er wäre deshalb auch angemeldet nicht durch den Zoll gekommen.“




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