Das Land strebt an, am Flugplatz in Pattonville einen 24-Stunden-Betrieb für Rettungshubschrauber zu verankern. Dazu müssen aber zunächst die bisherigen Vorgaben gelockert werden, die maximal eine Landung pro Nacht gestatten. Ein entsprechender Änderungsantrag der Flugbetriebsgemeinschaft Pattonville als Betreiberin des Geländes ist mittlerweile beim Regierungspräsidium Stuttgart (RP) eingegangen. Einwendungen dagegen können noch bis zum 19. Juli vorgebracht, die Unterlagen einschließlich der Lärmgutachten bis einschließlich Freitag, 5. Juli, unter anderem in den Rathäusern der Städte Kornwestheim und Remseck eingesehen werden, die den Teilort über einen Zweckverband verwalten.
Obwohl das Land mit der Lockerung der Vorgaben die Hilfsfristen für die Luftrettung verbessern will, ist das Vorhaben nicht unumstritten, weil damit womöglich zusätzliche Lärmbelastungen für die Anwohner einhergehen. Wird das Anliegen bewilligt, dürfen die Hubschrauber 800-mal pro Jahr zwischen 22 und 6 Uhr abheben und damit insgesamt 4500-mal. Außerdem hat die Flugbetriebsgemeinschaft das Thema zum Anlass genommen, einige weitere Änderungen in den Antrag zu packen. So soll beispielsweise die Begrenzung auf 2500 Starts von Anfang Januar bis Ende Dezember für Flugzeuge aufgehoben werden, da gegen Ende des Jahres das Kontingent oft schon ausgeschöpft ist. Das tägliche Limit von 30 Landungen würde aber nicht angetastet.
Darüber hinaus machen sich die Nutzer des Platzes wie die Fliegergruppe Kornwestheim oder der Luftsportverein Hohenasperg dafür stark, die Flugleiterpflicht abzuschaffen. Ein Relikt aus der Vorkriegszeit, das es im benachbarten Ausland nicht gebe, wie es aus Vereinskreisen heißt. Selbst wenn kein Flugleiter mehr die Aufsicht über das Geschehen auf dem Areal habe, breche kein Chaos aus, weil wie im Straßenverkehr Regeln beachtet werden müssten.