Im März 2025 war ein Mann bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Weilheim ums Leben gekommen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat einen Bericht vorgelegt.
Ein 78-jähriger Pilot war im März vergangenen Jahres beim Absturz seines Ultraleichtflugzeuges in einem schwer zugänglichen Waldgebiet in der Nähe von Weilheim zu Tode gekommen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) mit Sitz in Braunschweig hat nun einen Zwischenbericht zu dem Unglück veröffentlicht. Die genauen Umstände und Hintergründe werden aber weiterhin untersucht.
Der Pilot war laut dem BFU-Bericht am Samstag, 29. März 2025, um 10.06 Uhr auf dem Flugplatz Ingelfingen-Bühlhof gestartet. Sein Ziel war das Segelfluggelände in Hayingen im Landkreis Reutlingen. Um 10.33 Uhr sei das Ultraleichtflugzeug mit einem Berghang am Albtrauf der Schwäbischen Alb kollidiert.
Bei der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Landkreises Esslingen sei gegen 10.45 Uhr ein erster Notruf eingegangen. Eine Zeugin habe mitgeteilt, dass sie ein Kleinflugzeug gesehen und kurz darauf einen Knall gehört habe. Nach der Alarmierung hätten professionelle Ersthelfer den Unfallort um 11.19 Uhr erreicht. Eine Notärztin habe am Unfallort den Tod des Piloten festgestellt. Das Flugzeugwrack wurde noch am Abend des gleichen Tages geborgen.
Am Unglückstag soll es bewölkt und nebelig gewesen sein
In ihrem Bericht weist die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung auch auf die Wetterbedingungen während des Unglücksfluges hin. Laut dem gegen 11.19 Uhr eintreffenden Ersthelfer habe die Sicht an der Unfallstelle nicht mehr als 50 Meter betragen: „Die Polizei gab an, dass es im Gebiet der Unfallstelle beim Eintreffen um 11.47 Uhr bewölkt und nebelig war.“ Der Deutsche Wetterdienst sei zudem mit der Erstellung eines meteorologischen Gutachtens beauftragt worden. Wann der Abschlussbericht zur Unfallursache vorliegt, kann die BFU noch nicht endgültig sagen.
Die BFU hat eigenen Angaben zu Folge die Aufgabe, Unfälle und andere sicherheitsrelevante Ereignisse von Luftfahrzeugen zu untersuchen, um künftige Unfälle zu vermeiden. Laut Pressesprecher Germout Freitag sind in der Bundesstelle 39 Mitarbeitende beschäftigt, von denen 19 als Flugunfalluntersucher tätig seien. Das restliche Personal arbeite etwa in der Verwaltung, im Labor oder sei – wie er – im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig.
Im Jahr würden in Braunschweig etwa 2000 Ereignismeldungen eingehen. In diese Zahl seien aber auch beispielsweise Drohnen- oder UFO-Sichtungen mit eingerechnet. Durchschnittlich würden 250 Einsätze pro Jahr genauer untersucht. Um sie würden sich zunächst entweder die 19 Flugunfalluntersucher oder Beauftragte vor Ort kümmern. Diese Beauftragten seien quer über die Bundesrepublik verstreut und von der BFU ausgebildet worden.