Flugzeugabsturz in der Ukraine Angriff vom Boden

Ein Buk-Flugabwehrsystem (hier ein Bild von 2013) soll die Passagiermaschine aus Malaysia getroffen haben. Foto: dpa
Ein Buk-Flugabwehrsystem (hier ein Bild von 2013) soll die Passagiermaschine aus Malaysia getroffen haben. Foto: dpa

Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines soll durch Raketen aus dem Buk-Flugabwehrsystem getroffen worden sein. Dieses Lenkwaffen-System kann Ziele in Höhen bis zu 25 000 Metern treffen.

Politik/ Baden-Württemberg: Rainer Pörtner (pö)

Stuttgart - Nach unbestätigten Angaben von Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, wurde die Boeing 777-200 von einer Rakete aus einem Buk-Flugabwehrsystem getroffen. Dieses in den 80er-Jahren von sowjetischen Militärs entwickelte Lenkwaffen-System kann Ziele in Höhen bis zu 25 000 Metern treffen.

Das Buk-Flugabwehrsystem mit radargestützter Zielerfassung ist zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Marschflugkörpern ausgelegt. Jede Buk-Batterie besteht aus einem Radar- und Kommandofahrzeug sowie vier Startfahrzeugen mit je vier Flugkörpern. Das System kann bis zu sechs Ziel gleichzeitig bekämpfen. Die Reaktionszeit von der Zielerfassung bis zum Abfeuern einer Rakete soll lediglich 22 Sekunden betragen. Die Trefferwahrscheinlichkeit bei der Bekämpfung von Flugzeugen wird mit Werten zwischen sechzig und neunzig Prozent angegeben.

Das Buk-System (russisch für Buche) wurde in den letzten Jahren aus Russland in viele Länder exportiert – darunter auch nach China, Indien und Finnland. Nach ebenfalls unbestätigten Informationen soll Russland selbst über 250 Systeme verfügen, die Ukraine über rund 60.




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