Fördermittel für Esslinger Busverkehr Bund zahlt Zuschüsse für neue Elektrohybridbusse trotz Verzögerung

In Zukunft sollen nur noch batterieergänzte Oberleitungsbusse in Esslingen unterwegs sein. Foto: Roberto Bulgrin

Eigentlich wäre die Frist für die Förderung der Elektrohybridbusse in Esslingen im nächsten Jahr ausgelaufen. Doch angesichts einer Projektverzögerung hat der Bund nun angekündigt, die neuen Busse auch im Jahr 2026 noch zu bezuschussen.

Die Insolvenz des belgischen Busherstellers van Hool hat in Esslingen einiges durcheinander gebracht. Nicht nur, weil sie die Kritiker einer Umstellung des Busverkehrs auf hundert Prozent batterieergänzte Oberleitungsbusse wieder auf den Plan gerufen hat. Sondern auch, weil die Neuausschreibung der einst bei van Hool bestellten Elektrohybridbusse das Projekt verzögern wird – und damit die Gefahr bestand, dass die vom Bund zugesagten Fördermittel nicht mehr abgerufen werden könnten.

 

Bund sagt längeren Förderzeitraum schriftlich zu

Immerhin Letzteres ist nun vom Tisch: Der Bund hat der Stadt Esslingen jetzt schriftlich zugesagt, dass die Fördermittel auch 2026 noch abgerufen werden dürfen – eigentlich wäre die Frist bereits Ende 2025 ausgelaufen. „Wir freuen uns und sind dankbar, dass uns der Bundeszuschuss erhalten bleibt“, kommentiert der auch für den Busverkehr zuständige Erste Bürgermeister Ingo Rust die Fristverlängerung. „Immerhin sind wir als Stadt durch die Insolvenz des privaten Busherstellers van Hool unverschuldet in Zeitverzug gekommen“, so Rust. Nun sei es am Gemeinderat zu entscheiden, ob er das begonnene Projekt mit den Fördermitteln des Bundes zu Ende führe oder nicht.

Ursprünglich einmal sollte die Umstellung bereits in diesem Jahr abgeschlossen sein, doch bereits 2022 hatte man als neues Zieldatum das Jahr 2025 anvisiert. Angesichts der Insolvenz des Busherstellers van Hool wird wohl auch dieser Zeitrahmen nicht zu halten sein.

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