Das Land investiert Millionen in den Bau und die Sanierung von Schulen. Gut 27 Millionen Euro fließen in den Landkreis Esslingen.

Der Kreis Esslingen profitiert von einem Förderpaket des Landes. Insgesamt werden in Baden-Württemberg 199 Schulbauprojekte mit fast 470 Millionen Euro unterstützt. Davon fließen landesweit 282,5 Millionen Euro in Neubauprojekte, 160 Millionen Euro in die Schulbausanierung und 25,8 Millionen Euro in Ganztagsprojekte.

 

In Esslingen und Erkenbrechtsweiler werden zwei Neubauten mit einem Gesamtvolumen von fast 5,9 Millionen Euro finanziert. Der Löwenanteil von 5,5 Millionen Euro ist für den Erweiterungsneubau der Elisabeth-Selbert-Realschule in der Pliensauvorstadt vorgesehen.

Geld für 17 Schulen im Kreis Esslingen

Im Bereich Schulsanierungen gibt es im Kreis Esslingen insgesamt siebzehn geförderte Projekte fast aller Schularten, die vom Land mit fast 21 Millionen Euro unterstützt werden. Eine der größten Förderungen geht an die Schule Innenstadt. Für die anstehenden Sanierungen stellt das Land 6,4 Millionen Euro bereit. Für zwei Sanierungsanträge der John-F.-Kennedy-Schule in Esslingen stehen insgesamt knapp drei Millionen Euro bereit. Die Rohräckerschule (SBBZ) erhält 756 000 Euro.

Die Pfingstweideschule in Ostfildern profitiert von einer Landesförderung in Höhe von knapp 3,5 Millionen Euro. Für das Bildungszentrum Wühle in Weilheim sind gut eine Million Euro vorgesehen. Die Bodelschwingh-Schule in Nürtingen erhält gut 1,8 Millionen Euro und für die Jakob-Schöllkopf-Schule in Kirchheim wurden insgesamt gut 1,3 Millionen Euro aus dem Sanierungstopf bewilligt. Die Mörikeschule in Köngen erhält eine Ganztagsbauförderung im Umfang von 168 000 Euro. Alle Förderungsbereiche zusammengenommen erhält der Landkreis gut 27 Millionen Euro.

Den Neubau der Elisabeth-Selbert-Schule in Esslingen unterstützt das Land mit 5,6 Millionen Euro. Foto: Brändli

„Attraktiver Lern-und Lebensraum Schule“

„Die Mittel kommen direkt den Kindern und Jugendlichen zugute. Für gute Lernbedingungen und zeitgemäße Infrastruktur“, betont die Esslinger Grünen-Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr. „Die Landesmittel ermöglichen es, wichtige Bau- und Sanierungsmaßnahmen anzupacken und für einen attraktiven Lern- und Lebensraum Schule zu sorgen“, sagt Andreas Deuschle, CDU-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Esslingen. Auch der Kirchheimer Landtagsabgeordnete Andreas Schwarz unterstreicht in einer Mitteilung die Bedeutung dieser Förderung für den Landkreis. „Leistungsfähige Schulgebäude sind eine zentrale Voraussetzung für gute Bildungschancen“, so der Grünen-Politiker.

Schulschwimmen: Künftig gibt es auch für Schwimmbäder Geld vom Land

„Schulen sind nicht nur ein Ort des gemeinsamen Lernens, sondern auch Sozialraum, in dem vielfältige Begegnungen stattfinden. Mensa oder Aufenthalts-, Kommunikations- oder Arbeitszonen sollten deshalb entsprechend gestaltet sein. Das gilt insbesondere für Ganztagsschulen“, betont die Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordnete Nathalie Pfau-Weller in einer Mitteilung.

Der Nürtinger FDP-Landtagsabgeordnete Dennis Birnstock begrüßte vor allem, dass die Städte und Gemeinden künftig auch Förderungen zur Sanierung von Schwimmbädern, die für den Unterricht genutzt werden, beantragen können. Er kritisierte allerdings die Verzögerung. Städte und Gemeinden haben nur verkürzt Zeit, um Anträge für die Förderung ihrer Lehrschwimmbecken zu stellen. „Dieser Zeitdruck hätte durch eine zügigere Novellierung der Verwaltungsvorschrift vermieden werden können“ , so Birnstock. Er hoffe im Gegenzug auf eine schnelle Bearbeitung der Anträge.

Die überarbeitete Verwaltungsvorschrift Schulbauförderung tritt laut Kultusministerium rückwirkend zum 1. Januar 2025 in Kraft. Sie soll die Abläufe vereinfachen und bessere Förderkonditionen für einzelne Projekte schaffen. Zudem steigt der kommunale Investitionsfonds rückwirkend ab 2025 von bisher 200 auf 450 Millionen Euro pro Jahr.

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