Förderprogramm für Gründer Start-ups sollen ins Ausland

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Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium will künftig bei internationalen Messen und Präsentationen Gründern unter die Arme greifen.

Schon bisher hatten baden-württembergische Start-ups die Möglichkeit, sich bei internationalen Auftritten unterstützen zu lassen –  zuletzt etwa auf dem Start-up-Event Slush im vergangenen Dezember in Helsinki, einer der größten derartigen Veranstaltungen der Welt. Foto:  
Schon bisher hatten baden-württembergische Start-ups die Möglichkeit, sich bei internationalen Auftritten unterstützen zu lassen – zuletzt etwa auf dem Start-up-Event Slush im vergangenen Dezember in Helsinki, einer der größten derartigen Veranstaltungen der Welt. Foto:  

Stuttgart - Die baden-württembergische Landesregierung will das Problem der bisher mangelnden Internationalisierung des Start-up-Standortes angehen. Mit einem neuen Programm Start-up BW International wird das Land hier die Förderung intensivieren. Schon bisher hatten baden-württembergische Start-ups die Möglichkeit, sich bei internationalen Auftritten unterstützen zu lassen – zuletzt etwa auf dem Start-up-Event Slush im vergangenen Dezember in Helsinki, einer der größten derartigen Veranstaltungen der Welt. Hier hatten die Außenwirtschaftsförderer von Baden-Württemberg International (Bw-i) die Federführung. Immer wieder stand aber aus Start-up- und Investorenkreisen die Forderung im Raum, diese internationalen Kontakte zu intensivieren. Unter dem Stichwort Start-up BW International will das Ministerium im Rahmen seiner Start-up-Landeskampagne nun „die gezielte internationale Vernetzung baden-württembergischer Start-ups mit Kunden und Lieferanten“ fördern, wie es in der Mitteilung des Ministeriums heißt. Man wolle den „Gründungsstandort Baden-Württemberg attraktiver und in der Welt noch besser sichtbar machen“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Es gehe vor allem darum, die Möglichkeiten zu Vermarktung zu verbessern. Unter der neuen Überschrift versammeln sich allerdings auch Programme die es schon bisher gab – etwa Zuschüsse bei der Teilnahme an Start-up-Konferenzen, die es unter dem Dach von Baden-Württemberg international bereits seit 2015 gibt. Diese Organisation ist auch der Ansprechpartner für das jetzt aufgelegte Programm.

Das internationale Marketing soll besser werden

Die erste Start-up-Tour von Bw-i führte im Frühjahr 2016 zur Kreativkonferenz SXSW nach Austin in Texas. Das Land bezuschusst baden-württembergische Start-ups nun mit bis zu 2000 Euro bei der Teilnahme an internationalen Markterschließungs- und Delegationsreisen, bei Messebeteiligungen und bei internationalen Events, die sich speziell an Start-ups richten. Insgesamt hat das Ministerium 723 000 Euro bereitgestellt. In der Regel gibt es dafür ein Auswahlverfahren. Bisher allerdings sind alle Start-ups, die sich für die Reisen interessieren, zum Zuge gekommen. Trotz des Zuschusses bedeuten solche Reisen für Start-ups insbesondere in frühen Phasen einen erheblichen Aufwand an Zeit und Ressourcen.

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