Der SWR und die Filakademie wollen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren. Zu diesem Zweck wird unter anderem ein Sonderfonds eingerichtet.
Der Südwestrundfunk (SWR) nimmt den Wechsel an der Spitze der Filmakademie Baden-Württemberg zum Anlass, die Zusammenarbeit im Bereich Nachwuchsförderung weiter zu intensivieren. In einer gemeinsamen Pressemitteilung geben die beiden Partner bekannt, dass ein „Zukunftspakt“ geschlossen werden soll: Der SWR unterstützt mit einem genre-offenen Sonderfonds in Höhe von jährlich zusätzlich 100 000 Euro bis einschließlich 2027 Kurzfilme, Serienpiloten, Animationsfilme sowie Projekte im Bereich Interaktive Medien und Games.
Fokus auf innovative Formate für die ARD-Mediathek
„Eine so ausgezeichnete Filmhochschule im Sendegebiet ist ein großer Gewinn für den SWR“, so der SWR-Intendant Kai Gniffke: „Umgekehrt ist eine so langjährige und intensive Partnerschaft mit einer Landesrundfunkanstalt einzigartig in Deutschland.“ So wird der SWR etwa ab dem 21. Juli monatlich drei Kurzfilme senden, die auch in der ARD-Mediathek veröffentlicht werden. Darüber hinaus steht eine verlässliche Zahl an Redakteurinnen und Redakteuren aus den Bereichen „Fiktion“ und „Doku“ für den Austausch mit den Studierenden an der Filmakademie in Ludwigsburg zur Verfügung.
Ein besonderer Fokus soll künftig auf innovativen Formaten für die ARD-Mediathek liegen, die ein junges, streamingaffines Publikum ansprechen sollen. Clemens Bratzler, Progammdirektor Information des SWR, betont: „Trotz unseres großen Spardrucks hat für uns die Nachwuchsförderung weiter Priorität.“ Zwei Nachwuchsformate des SWR begehen in diesem Jahr zudem Jubiläen: Die Reihe „Debüt im Dritten“ feiert ihren 40. Geburtstag und der „Junge Dokumentarfilm“ wird 25 Jahre alt. Viele Filme der Reihen sind in Zusammenarbeit mit der Filmakademie entstanden.
„Ich freue mich sehr über dieses klare Bekenntnis des SWR zum Nachwuchs und darüber, die bestehende Branchennähe der Filmakademie hierdurch maßgeblich zu erneuern, auszubauen und zu vertiefen“, so Andreas Bareiß, Direktor der Filmakademie: „Gleichzeitig ist unser Abkommen für mich ein starkes in die Zukunft gerichtetes Signal für die Stärkung des Medien- und Kreativstandorts Südwest insgesamt.“