Folge der Coronakrise Verband stellt Herbergsbetrieb ein

Auch die Stuttgarter Jugendherberge hat bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Auch die Stuttgarter Jugendherberge hat bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Gerade haben die Jugendherbergen großes Jubiläum gefeiert. Jetzt folgt das schwierigste Jahr der jüngeren Verbandsgeschichte.

Stuttgart - Auch die Jugendherbergen in Baden-Württemberg schließen wegen der Coronakrise ihre Pforten. Betroffen seien alle 47 Häuser im Land, teilte der DJH-Landesverband mit. Diese Entscheidung erfolge auf Grundlage der aktuellen Landesrichtlinien und sei auch in Abstimmung mit dem DJH-Hauptverbands sowie den anderen Landesverbänden gefällt worden.

Jugendherbergen seien Orte der Begegnung und des sozialen Kontakts, in denen die Gäste „Gemeinschaft erleben“ können. „Diese Werte sind aktuell nicht das Gebot der Stunde. Dafür stehen Solidarität und Verantwortung füreinander momentan im Fokus. Daher ist es für den DJH-Landesverband selbstverständlich seine Mitarbeiter und Gäste zu schützen und seinen Beitrag zur Durchbrechung der Infektionskette zu leisten“, heißt es in der Mitteilung des Landesverbandes.

Die Schließung der Jugendherbergen stelle das DJH mit seinen fast 900 Mitarbeitern vor massive wirtschaftliche Probleme. „Als gemeinnützige Organisation verfügen wir über keine Gewinnrücklagen. Daher sind wir auf politische Unterstützung und die Solidarität unserer Mitglieder angewiesen“, erklärte der Landesgeschäftsführer Jörg Hoppenkamps.

Die Jugendherbergen in Baden-Württemberg empfingen im vergangenen 100. Jubiläumsjahr 454 806 Gäste. Die Zahl der Übernachtungen erreichte mehr als 1,1 Millionen. Die Mitgliederzahl liegt bei 361 838.

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