Folgen der Corona-Krise Fast jedes vierte Hotel und Restaurant vor Betriebsaufgabe

Trotz der Ferien- und Urlaubssaison muss das deutsche Gastgewerbe weiter spürbare Einbußen wegstecken. Foto: dpa/Matthias Bein
Trotz der Ferien- und Urlaubssaison muss das deutsche Gastgewerbe weiter spürbare Einbußen wegstecken. Foto: dpa/Matthias Bein

Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholt sich das Gastgewerbe nur langsam von den verheerenden Folgen der Corona-Krise. Viele stehen einer aktuellen Umfrage zufolge vor dem Aus.

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Berlin -

Die Lage im Gastgewerbe bleibt angespannt: 23,6 Prozent aller Hotels und Restaurants sehen sich laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) konkret vor einer Betriebsaufgabe. Mit Blick auf die für Dienstag geplante Ministerpräsidentenkonferenz forderte der Verband am Montag deshalb, die „Grundlage für eine dauerhafte Öffnung aller Betriebe“ zu schaffen. An der Dehoga-Blitzumfrage beteiligten sich fast 5500 Betriebe.

„Im 18. Corona-Monat liegen nicht nur vielfältige und wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse vor, sondern stehen mit Impfungen und Testungen auch wirkungsvolle Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung“, erklärte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Wichtig seien insbesondere niedrigschwellige Impfangebote.

Zöllick betonte außerdem die Notwendigkeit, neue Indikatoren für die Bewertung der Pandemielage zu verwenden. Neben dem Inzidenzwert sollten auch Impfquote und Hospitalisierungsrate berücksichtigt werden.

Der Dehoga-Präsident wies außerdem darauf hin, dass das Gastgewerbe noch lange auf staatliche Hilfen angewiesen sein werde. Von der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag erwarte er deshalb die Verlängerung der Überbrückungshilfe und des Kurzarbeitergeldes bis mindestens zum Jahresende.




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