Football-Liga ELF in den Startlöchern NFL-Profi Jakob Johnson drückt Stuttgart Surge die Daumen

Und zum Abschluss noch ein Erinnerungsfoto an das Probetraining bei Stuttgart Surge. Die Saison beginnt am 19. Juni mit dem Spiel in Barcelona – wer von ihnen ist wohl dabei? Foto: Stuttgart Surge 8 Bilder
Und zum Abschluss noch ein Erinnerungsfoto an das Probetraining bei Stuttgart Surge. Die Saison beginnt am 19. Juni mit dem Spiel in Barcelona – wer von ihnen ist wohl dabei? Foto: Stuttgart Surge

Stuttgart Surge, das Team aus der European League of Football (ELF) komplettiert den Kader für den Saisonstart am 19. Juni – beim Probetraining spielten 90 Akteure vor. NFL-Profi Jakob Johnson will sich ebenfalls einbringen.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)
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Stuttgart - Noch besitzt Jakob Johnson keinen Vertrag wie ihn Tom Brady beim NFL-Club New England Patriots hatte. Gut 20 Millionen Euro erhielt der Star-Quarterback im Jahr 2019. Würde Johnson nur die Hälfte verdienen, könnte er sich einen Traum erfüllen. „Fast jeder Football-Profi träumt davon, eines Tages Teameigner zu sein“, sagte der gebürtige Stuttgarter, der bei den Patriots spielt. Vielleicht würde er dann bei Stuttgart Surge einsteigen, dem Team aus der neuen European League of Football (ELF). Am Mittwoch war der 26-Jährige aus den USA zugeschaltet, als Headcoach Martin Hanselmann und Geschäftsführer Timo Franke die Stuttgarter Zweigstelle der ELF präsentierten. Die Saison mit acht Mannschaften beginnt für die Stuttgarter am 19. Juni mit dem Spiel bei den Barcelona Dragons (Livestream auf Ran.de).

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Zu rund 90 Prozent ist der Kader bereits komplett, Cheftrainer Hanselmann wird bis zum 1. Mai bei einigen Akteuren noch genau hinschauen, um dann die letzten Entscheidungen zu treffen. Am Samstag hatte ein Probetraining auf der Waldau stattgefunden, 90 Spieler aus der Region und ganz Deutschland haben dabei vorgespielt. „Der Großteil der Mannschaft stammt aus verschiedenen Ligen aus der Region“, sagte Hanselmann, „aber natürlich sind auch einige US-Akteure dabei.“ Die ELF ist eine professionelle Liga, die Spieler besitzen Verträge und werden bezahlt, die ELF-Clubs erhalten beispielsweise für die Reisekosten einen Zuschuss von der Liga. „Sonst wäre eine Teilnahme für uns nicht möglich“, betonte Franke. Die Saison ist finanziell gesichert, auch wenn keine Fans zu den Heimspielen im Gazi-Stadion zugelassen wären.

Jakob Johnson sieht in der Liga eine große Chance, die Sportart noch tiefer im Bewusstsein der Sportfans in Deutschland zu verankern. „Das ist ein hochwertiges Produkt“, sagte der Angreifer der Patriots, „ich will mithelfen – ich bin mit Stuttgart Surge noch in Gesprächen, welche Rolle ich ausfüllen kann.“ Vorerst fungiert er lediglich als Botschafter, doch er möchte sich stärker einbringen. Bis zum Teameigner ist es noch ein weiter Weg – aber vorerst hat der Mann ja seine Karriere als Football-Profi vor sich.

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