Der Pass der Alligators (li.) kommt an und wird gefangen: Die Leonberger Footballer schlagen die Mannheim Bandits. Foto: Andreas Gorr
Der Football-Drittligist aus Leonberg muss hart kämpfen, um die Mannheim Bandits 23:15 zu schlagen. In der körperbetonten, hitzigen Partie erwischt es Adrian Gavazi böse.
Dritter Sieg in Folge, weiter ungeschlagen – aber richtig ausgelassen feiern, danach war den Leonberg Alligators nicht zumute. Zwar hatten die Footballer die Mannheim Bandits mit 23:15 (10:7) besiegt, doch der Drittligist hatte dabei auch ein Teammitglied durch eine schwere Verletzung verloren.
Adrian Gavazi aus der Offensive Line hatte sich im letzten Quarter einen gebrochenen Fuß zugezogen. „Es war keine unfaire Aktion eines Gegenspielers“, betonte Alligators-Headcoach Fabian Hoyer, „es handelt sich um eine Verletzung, wie sie leider im Football immer wieder passiert.“
Leonberg Alligators bei den Mannheim Bandits: kein Foul führt zur Verletzung
Bei der körperlichen Schwerstarbeit der Offensive Line, den eigenen Quarterback zu beschützen, hatte sich Gavazi im Kampf den Fuß gebrochen und das Sprunggelenk ausgekugelt. Der Leonberger wurde behandelt, die Partie war mehr als eine halbe Stunde unterbrochen, weil auf die Rettungskräfte gewartet wurde. Sowohl ein Helikopter als auch ein Notarztwagen trafen schließlich ein, Gavazi wurde dann in eine Klinik gefahren. „Ich habe gehört, es sei kein komplizierter Bruch“, sagte Fabian Hoyer, „Adrian wird wahrscheinlich einen Gips bekommen und dann zurückgefahren werden.“ Die weitere Behandlung soll in Leonberg erfolgen.
Adrian Gavazi (Mi./Foto vom 12. Mai 2024) brach sich gegen die Mannheim Bandits den Fuß. Foto: Andreas Gorr
Dabei hatte Headcoach Hoyer schon vor der Partie mit einem Gegner gerechnet, der sehr körperbetont agiert, es entwickelte sich eine aggressive Begegnung, die sehr hitzig geführt wurde – dazu lieferten die Entscheidungen der Referees allerhand Anlass zu Diskussionen und führten zu erhöhtem Puls. „Ich sage eigentlich nichts über die Schiedsrichter“, bemerkte Hoyer, „aber einige Entscheidungen waren wirklich bodenlos.“
Die Alligators mussten in Mannheim viele Widerstände überwinden, um als Sieger vom Platz zu gehen. Die frühen Rückstand durch einen Bandits-Touchdown verarbeiteten die Gäste schnell, die Leonberger eroberten mehr und mehr die Feldhoheit und drehten mit einem Fieldgoal durch Jan Bartosch sowie einem Touchdown von Peter Weiblen das Match noch vor der Halbzeit. „Wir haben gut auf den Rückstand reagiert“, sagte der Alligators-Headcoach.
Headcoach Fabian Hoyer (Mi.) im Kreis mit dem Team. Foto: Andreas Gorr
Gleich nach dem Kick-off zum dritten Quarter versetzten die Leonberger den Bandits einen harten Schlag – mit dem ersten Spielzug fand Quarterback Niklas Klute mit einem Pass Receiver Johannes Möhring, der den Ball in die Bandits-Endzone trug: ein 70-Yards-Touchdown zum 17:7 (inklusive PAT). Danach hatte die Defense die Bemühungen der Mannheimer weitgehend im Griff, allerdings gab es schon noch „die eine oder andere Lücke“, wie Fabian Hoyer bemerkten.
Dennoch war der Sieg der Alligators kaum noch gefährdet. Ein weiterer Touchdown von Johannes Möhring baute den Vorsprung weiter aus, die acht Punkte der Bandits kamen zu spät auf die Ergebnistafel, um noch einmal eine Wende herbeiführen zu können. „Das war ein solider Sieg“, befand Headcoach Hoyer, „aber gegen Tabellenführer Reutlingen Eagles müssen wir nächsten Samstag eine Schippe drauflegen.“