Football-Regionalliga So gehen die Holzgerlingen Twister in eine schwierige Saison

Umbruch in der Abteilung Attacke: Quarterback Fabian Klimek (li.) und seine Offense müssen sich erst noch im Ernstfall aufeinander einspielen. Foto: Twister

Vorige Saison erlebten die Holzgerlingen Twister aus der Football-Regionalliga einen Umbruch in der Defense, nun ist die Offense dran. Der Nachwuchs gibt aber Grund zu Optimismus.

Vierter Platz von acht Teams mit einem ausgeglichenen Punktekonto – die Bilanz der Holzgerlingen Twister vergangene Saison in der Football-Regionalliga scheint das zahlgewordene Mittelmaß zu sein. Ein genauerer Blick zeigt aber, dass man diese Ausbeute durchaus positiv einstufen sollte.

 

„Die Vorzeichen standen echt nicht gut“, erinnert sich Headcoach Yannick Mayer an viele Abgänge, wenige Neuzugänge und keine Aufrücker aus der Jugend, weil die Juniors in die Nachwuchsbundesliga aufgestiegen waren. „Deshalb hätte ich selbst nicht erwartet, dass wir die Runde in einer starken Spielklasse so gut abschließen.“ Das, so der Cheftrainer, spreche für eine gehobene Qualität des Kaders.

Holzgerlingen Twister können auf den starken eigenen Nachwuchs setzen

Mehrere Monate sind inzwischen vergangen, doch Mayer muss sich der selben Herausforderung stellen. „Personell ergibt sich leider ein sehr ähnliches Bild“, nickt der Übungsleiter. „Allerdings mit einem großen Unterschied: Dieses Mal kommt viel aus der Jugend hoch.“

Zu den Youngsters, die alle mindestens 20 Jahre alt sind, äußert er sich sehr optimistisch: „Die haben eine super Ausbildung genossen. Sie sind fit und smart.“ Er habe hohe Erwartungen, dass sie auch im Männerbereich einschlagen werden: „Unser Spieler und D-Line-Trainer Darko Pisaric hat sie technisch und körperlich gut aufgebaut.“

Die Defense um Erik Spirin (Nr. 41) packte in einem Testspiel bereits beherzt zu. Foto: Twister

Schon im November haben Holzgerlingen Twister mit Training begonnen

Mit dem Training haben die Wirbelstürme vom Schönbuchrand bereits im November begonnen. Zunächst ging es um die Grundathletik und die individuelle Technik, ehe die Einheiten positionsspezifischer wurden und sich auf die unterschiedlichen Bewegungsmuster konzentrierten. Je weiter die Vorbereitung fortgeschritten war, desto mehr ging sie in den taktischen Bereich über. Die Defense befasste sich damit, wie sie die Angriffe des Gegners lesen kann, die Offense paukte die eigenen Spielzüge.

Ein Freundschaftsspiel gegen die Bondorf Bulls offenbarte, dass sich bei der Abteilung Attacke noch Sand im Getriebe befindet. Mayer führt das auch auf den Wechsel des Offensive Coordinators zurück: Daniel Sachse ist ausgeschieden, für ihn übernahm Lucas Augull, ein Eigengewächs der Twister mit viel Coaching-Erfahrung.

Bei einem neuen Mann in dieser wichtigen Rolle ist es klar, dass noch nicht ein Rädchen ins andere greifen kann. „Da muss man die Kirche im Dorf lassen“, weiß Mayer das einzuschätzen.

Erster Gegner der Holzgerlingen Twister sind auswärts die Freiburg Sacristans

Auftakt gegen die Freiburg Sacristans – Duell auf Augenhöhe ist zu erwarten

Ebenso ist ihm bewusst, dass nach einem neuerlichen Umbruch – dieses Mal also einer in der Offense im Vergleich zu dem in der Defense voriges Jahr – eine weitere schwierige Saison auf die Holzgerlinger wartet. „Vor allem auf der Receiver-Position gab es viel Veränderung“, erklärt der Headcoach.

Los geht es für seine Schützlinge am Sonntag (15 Uhr) mit einem Auswärtsduell bei den Freiburg Sacristans. „Das sollte auf Augenhöhe verlaufen. Ich denke, wir können mithalten“, meint Yannick Mayer. „Sowieso wüsste ich kein Team, gegen das es leicht werden dürfte.“

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