Football-Regionalliga Trotz Leistungssteigerung: Dritte Niederlage in Folge für Holzgerlingen Twister

Die Holzgerlingen Twister halten lange mit, müssen sich am Ende aber geschlagen geben. Foto: Eibner/Drofitsch

Die Regionalliga-Footballer der Holzgerlingen Twister haben auch das dritte Spiel der Saison verloren. Beim Oberliga-Aufsteiger Stuttgart Scorpions hielten sie jedoch lange gut mit.

Trotz perfektem Footballwetter auf der Waldau mussten sich die Regionalliga-Footballer der Holzgerlingen Twister bei den Stuttgart Scorpions mit 13:19 geschlagen geben – hielten aber dennoch über weite Strecken gut mit.

 

Die Gastgeber gingen mit Rückenwind in die Begegnung. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga hatten sie bereits ihren ersten Saisonsieg eingefahren und zuletzt nur knapp gegen die Eagles aus Reutlingen verloren. Entsprechend starteten die Scorpions, während sich die Twister als klarer Underdog verstanden.

Holzgerlingen Twister überzeugt in der Defensive

Nach gewonnenem Münzwurf begann Stuttgart mit dem ersten Angriffsrecht. Doch wie bereits in den vergangenen Wochen stellte sich schnell die größte Qualität der Gäste dar – die Verteidigung. Angeführt von der Defensive Line um Ex-Jugend-Nationalspieler Max Schwingenstein setzte die Twister die Offensive der Scorpions um US-Spielmacher Deronta Smith immer wieder unter Druck und zwang die Hausherren mehrfach ohne Punkt vom Feld.

Die ersten Punkte des Tages

Das wiederum große Sorgenkind der Wirbelstürme? Die eigene Angriffsreihe rund um Quarterback Fabian Klimek. Sie kam mal wieder nur langsam ins Spiel, sorgte jedoch nach einer sehenswerten Angriffsserie für die ersten Punkte des Tages.

Klimek gelang ein präziser Pass zu Ron Eckenbach, der in der Endzone der Scorpions für einen Touchdown verwertet werden konnte. Für den Holzgerlinger Quarterback war es zugleich der erste Passing Touchdown der laufenden Saison.

Stuttgart Scorpions gelingt der Ausgleich

In der Folge kam es auf beiden Seiten zum Schlagabtausch – jedoch ohne Punkte. Kurz vor der Pause gelang den Gastgebern schließlich der Ausgleich. Stuttgarts Spielmacher verwandelte einen exakt platzierten Pass auf einen seiner Receiver und ließ Verteidiger Philipp Kammerer keine Chance. Den Extrapunkt-Versuch blockten die Twister, die somit mit einer 7:6-Führung in die Halbzeit gingen.

Die Marschroute von Headcoach Yannick Mayer in der Pause war klar. „Wir führen in diesem Spiel und sind die bessere Mannschaft, wenn wir die kleinen Fehler abstellen, können wir hier heute mit einem Sieg nach Hause fahren.“

Scorpions drehen das Spiel

Doch es kam anders. Die Twister-Offensive empfing zwar den Ball in der zweiten Hälfte als erstes, ihr gelang es jedoch nicht sich durchzusetzen. Das nutzte der Gegner prompt und stellte auf 13:7.

Die Twister gaben sich dennoch nicht geschlagen, marschierten in einem sehenswerten Drive über das komplette Feld der Scorpions, und Fabian Klimek bediente Tight-End Martin Horka für den zweiten Touchdown des Tages.

Aufgrund einer Strafe musste der nachfolgende Extrapunkt zehn Yards weiter hinten ausgeführt werden – Fabian Klimek verfehlte. In einem Spiel auf Augenhöhe stand es nun also 13:13.

Stuttgart Scorpions gelingt entscheidender Rushing Touchdown

In der Schlussphase kämpfte die Holzgerlinger Defensive um jeden Meter Raumgewinn und zwang den Gegner tief in der eigenen Hälfte zum Punt. Doch dieser traf unglücklicherweise den Twister-Linebacker Simon Kurz am Kopf, der keine Chance hatte zu reagieren. Die Hausherren landeten auf dem nun freien Ball und kamen sofort wieder in bester Lage in Ballbesitz. Und nutzten diese Chance konsequent.

Mit mehreren Laufspielzügen arbeiteten sie sich über das Feld und erzielten schließlich den entscheidenden Rushing Touchdown zum 13:19. Der Extrapunkt misslang zwar, doch die Twister konnten ihre letzte Chance auf die Wende aufgrund von zu vieler kleiner Fehler nicht mehr nutzen.

„Ich verstehe jeden, dem diesen Niederlage nahegeht und jeder darf sich darüber aufregen. Nach 24 Stunden gilt es aber alles abzuhaken und sich in einer kurzen Woche auf den nächsten Gegner vorzubereiten“, lautete das Fazit von Headcoach Yannik Mayer. Dort wartet jedoch keine leichtere Aufgabe. Als nächstes geht es zum Auswärtsspiel zum letztjährigen Meister der Regionalliga, den Karlsruhe Engineers.

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