Formel 1 Darüber spricht das Fahrerlager beim GP der Steiermark

Von dpa 

Nur eine Woche nach dem Formel-1-Neustart in die Notsaison ist erneut Spielberg der Grand-Prix-Schauplatz. Vor dem zweiten Rennen des Jahres am Sonntag (15.10 Uhr/Sky und RTL) liefert nicht nur Sebastian Vettels Zukunft Gesprächsstoff.

Vor dem ersten Rennen in Spielberg waren 14 der 20 Fahrer auf ein Knie gegangen. Gibt es am Sonntag erneut einen Kniefall?. Foto: Dan Istitene/pool Getty/AP/dpa Foto: dpa
Vor dem ersten Rennen in Spielberg waren 14 der 20 Fahrer auf ein Knie gegangen. Gibt es am Sonntag erneut einen Kniefall?. Foto: Dan Istitene/pool Getty/AP/dpa

Spielberg - Nur eine Woche nach dem Formel-1-Neustart in die Notsaison ist erneut Spielberg der Grand-Prix-Schauplatz. Vor dem zweiten Rennen des Jahres am Sonntag (15.10 Uhr/Sky und RTL) liefert nicht nur Sebastian Vettels Zukunft Gesprächsstoff.

Das Fahrerlager in der Steiermark diskutiert auch über andere Themen:

BLEIBEN ODER GEHEN: Die Formel-1-Piloten haben ihre Pause zwischen den beiden Grand Prix in Spielberg unterschiedlich verbracht. Sebastian Vettel (Ferrari) unternahm einen Ausflug in die Berge, Lance Stroll und Sergio Perez (Racing Point) vertrieben sich die Zeit beim Golfen. Es gab aber auch Piloten wie Charles Leclerc (Ferrari) oder Valtteri Bottas (Mercedes), die einen Abstecher nach Monaco unternahmen, wo sie leben. Die Corona-Verhaltensregeln in der Formel 1 verbieten das nicht explizit. Ferrari wurde im Fall von Leclerc vom Automobil-Weltverband FIA aber ermahnt, auf die Einhaltung der Vorgaben zu achten. Konkret ging es um das Tragen einer Maske und das Einhalter sozialer Distanz, wie die Scuderia der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Leclerc verwies darauf, dass er sich mehrmals habe testen lassen.

NÄCHSTER KNIEFALL: Vor dem ersten Rennen in Spielberg waren 14 der 20 Fahrer als Geste für mehr Vielfalt und Chancengleichheit auf ein Knie gegangen. Alle Piloten trugen schwarze T-Shirts, die meisten mit der Aufschrift "End Racism". Lewis Hamiltons Shirt trug die Botschaft "Black lives matter". Gibt es am Sonntag erneut einen Kniefall? Das wissen die Piloten noch nicht. "Es ist etwas, das wir als Gruppe noch besprechen müssen", sagte McLaren-Mann Lando Norris. Hamilton hat sich noch nicht entschieden. Dem sechsmaligen Weltmeister ist es aber wichtig, sich weiter gegen Diskriminierung einzusetzen. "Das ändert sich nicht in ein paar Wochen", mahnte er. "Wir müssen wirklich weitermachen, uns Gehör zu verschaffen."

ALONSOS EINGEWÖHNUNG: Fernando Alonso kehrt 2021 in einen Renault zurück. Das französische Werksteam hat aber derzeit nicht vor, dem zweimaligen Weltmeister noch in diesem Jahr in einer Trainingseinheit etwas Eingewöhnungszeit im aktuellen Auto zu geben. "Ich denke nicht, dass er ein erstes Freies Training braucht, um mit den Abläufen in einem Formel-1-Auto vertraut zu werden", meinte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Alonso (38) bestritt seinen letzten Grand Prix Ende 2018. Vor mehr als zwei Wochen habe er einige Fitnesstests gemacht. "Und ich hatte die besten Ergebnisse überhaupt in meiner Karriere", behauptete er. "Ich bin also extrem motiviert."

© dpa-infocom, dpa:200709-99-738459/2

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