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Formfrage Weinglas ist nicht gleich Weinglas

Von SIR 

Für jede Weinsorte gibt es das passend geformte Glas. Dabei entscheidet die Größe und Form des Weinglas über den perfekten Weingenuss und dafür entscheidend ist die Entfaltung des Aromas.

Jedem Wein sein Glas, bei der Auswahl gibt es viel zu beachten. Foto: dpa
Jedem Wein sein Glas, bei der Auswahl gibt es viel zu beachten. Foto: dpa

Stuttgart - Auch bei der Wahl der Weingläser unterscheidet man. Für jede Weinsorte gibt es das passend geformte Glas. Denn dabei entscheidet die Größe und Form des Weinglas über den perfekten Weingenuss und dafür entscheidend ist wieder die Entfaltung des Aromas.
Allgemein sollten es auf jeden Fall farblose Gläser sein, denn das Auge trinkt mit. Wichtig ist auch der lange Stiehl, der nicht nur zum stilvollen Genuss dient, sondern auch dazu, dass man den Kelch nicht anfassen muss und so der Wein nicht zusätzlich erwärmt wird.

Wie ist zu unterscheiden?

Generell kann man sagen, dass Weißwein aus kleineren Gläsern als Rotwein getrunken wird. Da Weißwein kühl getrunken wird, trinkt man ihn aus eher kleineren Gläsern, damit sie schneller geleert werden und in kürzeren Abständen gekühlter Wein nachgeschenkt werden kann. Rotwein dagegen wird wärmer getrunken und kann deshalb gemütlicher getrunken werden und länger im Glas stehen, weshalb dafür größere Gläser verwendet werden.

Arten von Rotweingläsern

Das universelle Rotweinglas ist relativ schmal und kann daher auch für Weißweine verwendet werden. Dadurch entfalten sich die süße Geschmacksnuancen erst relativ spät und man kann zunächst die herben Geschmäcker testen.

Das Bordeauxglas ist das Richtige für junge Bordeaux- und Cabernet Sauvignon-Weine. Es gibt zwei verschiedene Ausführungen:  ein sehr bauchig geformtes Glas, in das Vollmundige, große Weine in kleinen Mengen eingeschenkt werden.

Das Burgunder-Glas ist bauchiger und runder als das Bordeaux-Glas. Es hat einen sehr breiten Kelch und der obere Rand ist leicht nach außen geöffnet. Diese Glasform sorgt dafür, dass der Wein im Mund zuerst auf die Zone trifft, mit der Sie süße Geschmacksnuancen erkennen. So schmeckt der Rotwein fruchtiger und süßer und die Säure wird hervorgehoben. Das Burgunder-Glas ist geeignet für Spätburgunder und Piot Noir-Weine.

Arten von Weißweingläsern

Das normale Weißweinglas ist relativ bauchig geformt, wodurch sich vor allem die sauren und salzigen Nuancen stark in den Vordergrund drängen.

Das Chardonnay-Glas sieht nicht viel anders aus. Wird ein junger Wein daraus getrunken, so wirkt er besonders frisch und fruchtig. Der sich leicht öffnende Kelch ist für reife Weißweine mit würzigen Nuancen ideal.

Das sogenannnte Jungwein-Glas ist tulpenförmig, sehr schmal und nach oben leicht geöffnet, wodurch süße Geschmäcker hervorgehoben werden. Der sauer schmeckende Zungenrand kommt dabei mit dem Wein nicht in Berührung. Das Glas empfiehlt sich daher für Weißweine mit höherem Säuregehalt. Außerdem bewahrt das Glas den Duft des Weines vergleichsweise lang. Empfohlen wird das Glas für Pinot (Blanc, Grigio, Gris), Riesling und Ruländer.

Das Montrachet-Glas dagegen ist sehr bauchig geformt und ist speziell für Burgunder Weine aus Montrachet, die ihre Aromen frei entfalten können, gedacht.

Der Artikel "Weinglas - Weingläser" wurde freundlicherweise vom Gourmet Portal GuteKueche zur Verfügung gestellt.