Forscher preschen beim Geislinger Automobilsommer vor Wohin mit den vielen Fahrzeugen?

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Wenn zu viele Autos unsere Straßen verstopfen, sind intelligente Konzepte gefragt. Das Geislinger Institut für Automobilwirtschaft prescht deshalb voran.

Der Automobilsommer hat den Geislingern auch einen Fahrsimulator im Foyer der Hochschule beschert. Foto: Horst Rudel
Der Automobilsommer hat den Geislingern auch einen Fahrsimulator im Foyer der Hochschule beschert. Foto: Horst Rudel

Geislingen - Völlig staufreies Fahren verspricht der Fahrsimulator, der derzeit im Foyer der Hochschule Geislingen steht. Das Gerät, das vor allem in Fahrschulen eingesetzt werden kann, steht für den praxisnahen Ansatz, den das Institut für Automobilwirtschaft mit seinem Automobilsommer verfolgt. Etwas theorielastiger könnte der kommende Dienstagabend werden, an dem sich zwei Hochschulprofessoren mit Fachleuten aus Wirtschaft, Forschung und Politik und ihren Gästen über nachhaltige Mobilität unterhalten wollen.

Auch ein Soziologe forscht im Institut für Automobilwirtschaft

„Mobilität beginnt im Kopf“ lautet die These, mit der Stefan Reindl, der stellvertretende Leiter des Geislinger Instituts für Automobilwirtschaft, bei dem Symposium antritt. Reindl und der Soziologe Sven Kesselring betrachten den Wandel der Mobilität als eines der brennendsten Themen unserer Zeit. Reindl bringt seine Erfahrungen als Gesellschafter einer Automobilhändlergruppe sowie Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte zu Mobilitätsdienstleistungen, dem Automobilvertrieb und dem Servicemarketing ein, während der Soziologe Kesselring mit seiner Geislinger Stiftungsprofessur die interdisziplinäre Mobilitätsforschung weiter voran treibt.

Wissenschaftler, Hersteller und Politiker an einem Tisch

Gemeinsam mit Gästen wie Wilko Andreas Stark, dem Leiter der Daimler Strategie und MBC Produktstrategie/-planung. wollen die beiden Professoren ergründen, welche Ideen in Herstellerkreisen beispielsweise zur intelligenten Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit Verkehrsleitsystemen kursieren und wie das in Politik und Wissenschaft diskutiert wird. Für die Debatte haben sich außerdem Uwe Lahl vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg, Nicole Razavi, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, sowie Weert Canzler von der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik, Projektgruppe Mobilität des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin sowie Klaus Amler von der Baden-Württemberg Stiftung als Gäste angekündigt.

In kurzen Statements der Teilnehmer und in der anschließenden Diskussion mit dem Publikum soll es um die Aufgaben gehen, wie die vielen Fahrzeuge, die unsere Städte verstopfen vor dem Hintergrund neuer Technologien rund um die E-Mobilität und das autonome Fahren intelligenter gesteuert und auch als Glieder eines vernetzten Angebots mit ÖPNV und Carsharing genutzt werden könnten. Spannende Themen könnten sich auch aus den Fragestellungen rund um die infrastrukturellen Herausforderungen in Metropolregionen, um innovative Dienstleistungen und um neue Angebotsformen ergeben.

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