Ulm - Die Ulmer Krebsforscherin Claudia Friesen erhält in der Diskussion über ihre künftigen Arbeitsmöglichkeiten Rückhalt aus der Politik. Es sei „wichtig und notwendig“, dass Friesen weiter zu den Möglichkeiten von Methadon in der Krebstherapie forschen könne, sagte die Ulmer SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis unserer Zeitung. Mit dem Einsatz des Schmerzmittels als Wirkverstärker habe man gute Erfahrungen gemacht, viele Krebspatienten setzten ihre Hoffnungen darauf. Wissenschaftler wie Friesen müssten weiter klären können, ob diese begründet seien, forderte Mattheis. Bestärkt sieht sie sich durch eine Petition an den Bundestag, in der gut 50 000 Unterzeichner für weitere Forschung plädierten.
Ungewissheit über künftig Arbeit
Für die Chemikerin ist am Institut für Rechtsmedizin, an dem sie seit Jahren tätig ist, kein Platz mehr; der neue Leiter will andere Schwerpunkte setzen. Wie Friesen ihre „sehr wichtige“ vorklinische Forschung fortsetzen könne, werde „aktuell erörtert“, hatte eine Sprecherin der Ulmer Uniklinik mitgeteilt. Ein Bericht unserer Zeitung über die Ungewissheit um ihre Zukunft hatte ein großes Echo ausgelöst: Mehrere Dutzend Leser zeigten sich darüber empört und betonten die Bedeutung von Friesens Forschung.