Forschung in Stuttgart Das sind die Highlights des Wissenschaftsfestivals

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Das erste Stuttgarter Wissenschaftsfestival bietet spannende Einblick in die Institute. Mit dabei sind nicht nur die Uni Stuttgart und Hohenheim. Was lohnt sich für Kinder und Erwachsene?

Ranga Yogeshwar eröffnet das Stuttgarter Wissenschaftsfestival. Foto: Matthias Balk/dpa
Ranga Yogeshwar eröffnet das Stuttgarter Wissenschaftsfestival. Foto: Matthias Balk/dpa

Stuttgart - Stuttgart, das unter anderem dank der Erfindungen von Gottlieb Daimler und Robert Bosch zu Wohlstand gekommen ist, verkauft sich gerne verniedlichend als Heimatstadt der „Käpsele“. Das erste Stuttgarter Wissenschaftsfestival spielt neudeutsch mit diesem Selbstverständnis – es geht von Mittwoch an mit dem Motto „Smart und clever“ ins Rennen – bis zum 6. Juli gibt es Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet.

Die Auftaktveranstaltung im Stuttgarter Rathaus moderiert der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar – es geht am 26. Juni von 18 Uhr an um aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel, die Mobilitätswende und den demografischen Wandel. Oberbürgermeister Fritz Kuhn eröffnet das Festival, zu Gast sind unter anderem Sandra Richter, die Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach und David Remy, Professor am Institut für Nichtlineare Mechanik der Universität Stuttgart. Der Eintritt ist frei und erfolgt auf Einladung.

Der Astronaut Reinhold Ewald diskutiert mit

In anderen Sphären bewegt sich die Veranstaltung „Next Frontiers“. Vom 27. Juni bis zum 29. Juni dreht sich alles um die Zusammenhänge von Wissenschaft und Science Fiction. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Literatur und Film Impulse gegeben haben, die Forscher anschließend aufgenommen haben. Am 27. Juni geht es zunächst um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz darum, wie Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft verändert. Am Freitag und am Samstag verlagert sich die Diskussion auf das Messegelände auf den Fildern. Dort diskutieren der Autor Andreas Eschbach, der Astronaut Reinhold Ewald und die Digitalcourage-Gründerin Rena Tangens.

Mit dem stärksten Andrang rechnen die Veranstalter am Samstag, den 29. Juni: An diesem Tag öffnen zahlreiche Institute der Uni Stuttgart ihre Tore. Beim Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung können Gäste mit einem Roboter ins Gespräch kommen. Am Institut für Informationssicherheit geben Experten Tipps, wie sich Computernutzer vor Hackerangriffen schützen können. Ebenfalls geöffnet haben auf dem Vaihinger Campus die Fraunhofer-Institute – hier können sich die Besucher darüber informieren, wie die Arbeitsplätze der Zukunft aussehen.

Forschertag für Kinder im Rathaus

Etliche Veranstaltungen des Festivals wenden sich an Kinder und Jugendliche. Ein Schwerpunkt findet am Mittwoch, den 3. Juli, im Stuttgarter Rathaus statt. Dort können Schülerinnen und Schüler Versuche rund um das Thema Luft durchführen oder einen Elektromotor bauen und verstehen lernen. Neben den organisierten Veranstaltungen für Schulklassen gibt es bei einzelnen Angeboten auch die Möglichkeit, die Welt der Wissenschaft spontan zu entdecken.

Das Festival endet mit einer großen Leistungsschau der Uni Hohenheim, die am 6. Juli ihrerseits zum Tag der offenen Tür einlädt. Auch dort ist vieles „Smart und clever“.