Naomi Campbell Neuer Bildband über das Supermodel

Mondän und elegant: Supermodel Naomi Campbell, inszeniert wenige Monate vor ihrem 50. Geburtstag  für die Zeitung  „The Guardian“. Weitere Bilder aus dem Fotobuch „Naomi“ des Taschen Verlags finden sich in der Bildergalerie. Foto: Taschen Verlag/Campbell Addy @ CLM: 6 Bilder
Mondän und elegant: Supermodel Naomi Campbell, inszeniert wenige Monate vor ihrem 50. Geburtstag für die Zeitung „The Guardian“. Weitere Bilder aus dem Fotobuch „Naomi“ des Taschen Verlags finden sich in der Bildergalerie. Foto: Taschen Verlag/Campbell Addy @ CLM:

35 Jahre Supermodel. „Naomi“, ein Prachtwerk in zwei Bänden, zeigt in eindrucksvollen Bildern und Texten ein Porträt von Naomi Campbell.

Leben: Nicole Golombek (golo)
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Stuttgart - Mit ihren blonden und schönen Freundinnen Maxime und Suzanne hängt Naomi Campbell im Park herum und ist verdattert, als eine Agentin gerade sie anspricht und fragt, ob sie sich vorstellen könnte zu modeln. So, berichtet die 1970 in London geborene Naomi Campbell, habe ihre Karriere im Jahr 1985 begonnen.

Disziplin und Ehrgeiz

Im Rampenlicht stehen, das konnte sie sich durchaus vorstellen. Eigentlich wollte sie Tänzerin werden – „ich liebte die Freiheit, mich auszudrücken, und die Disziplin“. Als Siebenjährige war sie bereits in einem Musikvideo von Bob Marley aufgetreten. Ehrgeiz und Dis­ziplin werden ihr beim Modeln geholfen haben.

Der Doppelband „Naomi“ (der erst in einer 2500 Euro teuren Edition erschien und nun in einer aktualisierten, günstigeren Version) enthält ein autobiogra­fisches Buch. Hier äußert sich die 50-jährige Campbell auch über Rassismus, erzählt Anekdoten über Modeschauen und Fototermine.

Bebildert wird dies auch mit Schnappschüssen und Titelbildern von Magazinen wie „I-D“ (ihrem ersten Cover), „Time“, „Elle“, „Vogue“. Auf der französischen Ausgabe der renommierten Modezeitschrift „Vogue“ war sie das erste dunkelhäutige Model auf dem Cover.

Fotos von Peter Lindbergh

Das großformatige Fotobuch zeigt Modebilder von Vivienne Westwood bis Yves Saint Laurent, inszeniert von Ellen von Unwerth, Mario Testino und vor allem von Peter Lindbergh. Den deutschen Fotografen bewunderte sie auch wegen seiner Begeisterungsfähigkeit.

Und er – so liest man in einem der Zitate über Naomi Campbell – bescheinigte ihr, was ihn an Menschen interessierte: Charakter und Stil. Auf seinen Fotos scheint die Kleidung nebensächlich; hier sieht man Porträts einer Diva, die gern sexy und provokativ auftritt, freudvoll ihren Körper präsentiert, sich mitunter witzig, nachdenklich, empfindsam zeigt. Und immer stark.

Info zum Buch

Josh Baker (Hg.): Naomi. XL. 522 Seiten, (plus Begleitband, 388 Seiten), in einer Box. Taschen Verlag, 100 Euro.




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