Fracking am Bodensee Unterstellers Pech mit Gasbohren

Von Wolfgang Messner 

Der Landesumweltminister (Grüne) hat nichts gegen die Erkundung unternommen. Nun machen seine Parteifreunde rund um den Bodensee Front gegen die umstrittene Methode des Hydraulic Fractioning.

Plakat bei den Naturschutztagen in Radolfzell: der Widerstand am Bodensee wächst. Foto: dpa
Plakat bei den Naturschutztagen in Radolfzell: der Widerstand am Bodensee wächst. Foto: dpa

Konstanz - Die Botschaft ist so klar wie unmissverständlich: „Hände weg vom Bodensee – Stop Fracking“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen in Vorarlberg. Zusammen mit den Parteifreunden in der Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg hat die Ökopartei eine Unterschriftenaktion samt Homepage (www.stoppt-fracking.com) initiiert, um die umstrittene Technologie zu verhindern. Eine Forderung, die man rund um den Bodensee immer deutlicher vernimmt.

Der Landtag in Baden-Württemberg fasste einen klaren Beschluss gegen Fracking. Selbst die Christdemokraten im Südwesten können kaum etwas Gutes am Gasbohren finden. Die ansonsten eher technologiefreundliche Bundestagsfraktion der CDU/CSU hatte sogar in einer „Lex Bodensee“ die Anwendung dieser Technik im Einzugsbereich von Seen ausgeschlossen, die als Trinkwasserquellen dienen.

Grüne, Schwarze, Rote – vereint gegen Fracking. Nur einer scherte aus. Ausgerechnet der Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) geriet an den Pranger. Denn er hatte nicht verhindert, dass die Erkundung weiter geht, warf ihm der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) via Pressemitteilung vor.