Frage um Kanzlerkandidatur Junge Union mit deutlicher Mehrheit für Markus Söder

Markus Söder (rechts) lag im Votum der Jungen Union klar vor Armin Laschet. Foto: dpa/Michael Kappeler
Markus Söder (rechts) lag im Votum der Jungen Union klar vor Armin Laschet. Foto: dpa/Michael Kappeler

Vor der offiziellen Entscheidung um die Kanzlerkandidatur bei der Union hat sich der Parteinachwuchs mit großer Mehrheit hinter den CSU-Vorsitzenden Markus Söder gestellt.

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Berlin - Im unionsinternen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur steht der Parteinachwuchs, die Junge Union (JU), mit großer Mehrheit hinter dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder. In einer Videokonferenz der Landesvorsitzenden am Sonntagabend sprachen sich nach JU-Angaben 14 Landesverbände mit deutlicher Mehrheit für Söder aus. Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein als mittelgroße Verbände sowie Brandenburg hätten von einem „gemischten Stimmungsbild“ berichtet. Die Junge Union Nordrhein-Westfalen, die mehr als ein Viertel aller JU-Mitglieder stellt, sprach sich für CDU-Chef Armin Laschet als Kanzlerkandidat aus. Die JU hat 18 Landesverbände.

Lesen Sie hier: Es geht längst nicht mehr nur um Laschet oder Söder

„Wir sind der festen Überzeugung, dass wir zwei sehr erfolgreiche Ministerpräsidenten zur Auswahl haben, die beide Kanzler können“, sagte der JU-Bundesvorsitzende Tilman Kuban und forderte: „Beide müssen endlich ihrer Verantwortung für die Union gerecht werden.“

Gemeinsamkeit steht nun im Vordergrund

„Die beiden Kandidaten hatten genug Zeit, zu einer Entscheidung zu kommen. Dies ist nicht geschehen, und jetzt sehen wir uns gezwungen, uns zu positionieren. Dies ist mit deutlicher Mehrheit für Markus Söder erfolgt“, sagte Kuban.

„Die Würfel müssen jetzt schnell in den gemeinsamen Gesprächen fallen und dann ziehen wir gemeinsam in den Wahlkampf, denn der Gegner steht außerhalb der Union“, sagte Kuban weiter. Nur gemeinsam als Union werde man die Wahl gewinnen. „Ich kann die beiden Parteivorsitzenden nur daran erinnern, dass sie eine Verantwortung für die Einheit der Union haben. Diese Verantwortung ist historischen Ausmaßes und muss hinter persönlichem Ehrgeiz zurückstehen“, mahnte der JU-Vorsitzende.




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