Fragwürdige Souvenirs Beim Zoll am Stuttgarter Flughafen

Unglaublich, aber leider wahr: Kobras in Schnapsflaschen eingelegt, präparierte Krokodilschädel oder indianischer Kopfputz aus Arafedern packt sich so mancher Urlauber als Andenken in den Koffer. Wir zeigen die skurrilsten Funde des Hauptzollamts Stuttgart am Flughafen in unserer Bildergalerie. Dazu gibts Tipps vom Experten zu Einfuhrbestimmungen. Foto: dane 35 Bilder
Unglaublich, aber leider wahr: Kobras in Schnapsflaschen "eingelegt", präparierte Krokodilschädel oder indianischer Kopfputz aus Arafedern packt sich so mancher Urlauber als Andenken in den Koffer. Wir zeigen die skurrilsten Funde des Hauptzollamts Stuttgart am Flughafen in unserer Bildergalerie. Dazu gibt's Tipps vom Experten zu Einfuhrbestimmungen. Foto: dane

Kurioses aus dem Koffer - die Zollbeamten am Flughafen in Stuttgart haben schon einiges gesehen.

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Stuttgart - Der Mann mit den Schlangenlederschuhen ist nicht weit gekommen. Bei Harald Holzhausen war Schluss. Bis hierhin und keinen Schritt mehr weiter, hat ihm der Zollbeamte am Stuttgarter Flughafen unmissverständlich zu verstehen gegeben. Die Schuhe aus toter Tierhaut einer geschützten Art wurden beschlagnahmt. „Es gab nur ein winziges Problem“, erinnert sich Holzhausen schmunzelnd. „Wir konnten ihn schlecht auf nackten Sohlen oder in Socken vom Flughafen nach Hause schleichen lassen.“ Während sich an der Scheibe des Asservatenraumes Kinder die Nase plattdrücken, kramt der Abfertigungsleiter der Abteilung Reiseverkehr des Hauptzollamts Stuttgart in der Anekdotenkiste.

Doch viel fördert Holzhausen nicht zutage. Obwohl der drahtige Mann mit den freundlichen Augen bereits seit zehn Jahren beim Flughafenzoll der Landeshauptstadt arbeitet. „Wir sind hier keine internationale Drehscheibe wie etwa die Flughäfen München oder Frankfurt“, erklärt er. Bei täglich zwei Flügen in die USA und dem Hauptgeschäft Türkei, Ägypten und Tunesien seien die beschlagnahmten Mitbringsel „nicht so prickelnd“. Drogenfunde etwa würden sich im „Promillebereich“ bewegen. „Exotisches, wie hier im Raum ausgestellt, gibt es selten.“ Rotwangenschildkröten aus der Türkei haben Holzhausen und seine Kollegen allerdings in letzter Zeit häufiger aus Zigarettenschachteln gefischt. „Jung sind sie noch so klein, dass sie da problemlos reinpassen.“ Statt in Freiheit kriechen diese jetzt im Gehege der Wilhelma. „Sonst enden sie, wenn sie ausgewachsen sind, womöglich im Max-Eyth-See und gefährden heimische Arten.“




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