Frank Fahrenhorst vom VfB Stuttgart II Profireif? „Den Rucksack möchte ich keinem aufsetzen“

Der 45-jährige Frank Fahrenhorst ist seit 2020 Trainer beim VfB Stuttgart II. Foto: Baumann/Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart II steht vor dem letzten Regionalligaspiel 2022 auf Platz acht. Trainer Frank Fahrenhorst spricht über den bisherigen Saisonverlauf, die Veränderungen bei den Profis und die Entwicklung von einzelnen Spielern.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Ein guter Schluss ziert alles? Das hofft Frank Fahrenhorst, der Trainer des Fußball-Regionalligisten VfB Stuttgart II, im Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr/Schlienzstadion) gegen Aufsteiger Wormatia Worms.

 

Herr Fahrenhorst, was sagen Sie zum neuen Cheftrainer beim VfB?

Bruno Labbadia ist ein sehr, sehr erfahrener Trainer, er wird Ruhe und Stabilität in den Verein bringen. Seinen neuen Co-Trainer Bernhard Trares kenne ich aus gemeinsamen drei Jahren bei Schalke 04. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, die hoffentlich genauso gut sein wird wie in der Vergangenheit. Mein Team und ich wollen weiter als Zuarbeiter den Profibereich bestmöglich unterstützen.

Bisher sind nicht viele aus dem eigenen Nachwuchs oben angekommen. Wer steht denn aktuell am ehesten auf dem Sprung in die Bundesliga?

Alle haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten kleinere oder größere Schritte nach vorne gemacht, sonst hätten wir bisher nicht so eine Regionalligarunde gespielt. Das Potenzial und die Gier, sich weiterentwickeln zu wollen, sind bei allen vorhanden. Es dann aber tatsächlich in die Bundesliga zu schaffen hängt von so vielen Faktoren ab, da will ich jetzt nicht ins Detail gehen und auch keine Namen nennen. Den Rucksack möchte ich keinem aufsetzen. Für diejenigen wäre der Druck dann zu groß, das muss nicht sein.

In der Hinserie gab es ein Auf und Ab. Wie fällt Ihr Zwischenfazit vor dem letzten Spiel des Jahres 2022 aus?

Woran machen Sie das Auf und Ab fest?

Nach der Auftaktniederlage blieb Ihr Team neun Spiele lang unbesiegt, dann folgten drei Niederlagen hintereinander, es gab wieder vier ungeschlagene Spiele, dann folgte der Rückschlag daheim gegen den Bahlinger SC.

Ich sehe das gar nicht als Rückschlag, sondern als einen Prozess, aus dem wir lernen müssen. Das ist für mich kein Problem. Ich hätte mir viel lieber in der Serie mit neun ungeschlagenen Spielen weniger Unentschieden und mehr Siege gewünscht.

Weil dies mit mehr Effizienz möglich gewesen wäre?

Auf jeden Fall, das bessere Verwerten unserer vielen herausgespielten Torchancen steht ganz oben auf der Agenda für 2023. Wir müssen an der Effizienz arbeiten. Ansonsten bin ich mit der Art und Weise, wie wir spielen, zufrieden. Wir haben eine gute Basis gegen den Ball, spielen offensiv und mutig mit dem Ball, haben ein gutes Positionsspiel. Aber ein endgültiges Fazit möchte ich erst nach unserem letzten Spiel am Samstag ziehen – da ich es auch zunächst mit meiner Mannschaft besprechen möchte.

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