InterviewFrank Fahrenhorst vom VfB Stuttgart II „Wir müssen Ergebnisse liefern – möglichst schnell“

Trainer Frank Fahrenhorst (li.), Assistent Heiko Gerber: Die Lage bei  der U21 des VfB ist ernst. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Trainer Frank Fahrenhorst (li.), Assistent Heiko Gerber: Die Lage bei der U21 des VfB ist ernst. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Neun Regionalligaspiele ist der VfB Stuttgart II nun schon ohne Sieg. Wie schätzt Trainer Frank Fahrenhorst die Lage ein, welche Lösungsansätze hat er, und fürchtet der 44-Jährige womöglich um seinen Job?

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Stuttgart - Der Rückstand auf Platz sechs beträgt schon elf Punkte, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ist auf einen Zähler geschmolzen. Die Lage beim Fußball-Regionalligisten VfB Stuttgart II ist nach neun Spielen in Folge ohne dreifachen Punktgewinn ernst. Trainer Frank Fahrenhorst äußert sich vor dem Rückrundenauftakt am kommenden Samstag (14 Uhr) daheim gegen Tabellennachbar FC Rot-Weiß Koblenz.

Herr Fahrenhorst, neun sieglose Spiele hintereinander – haben Sie als Spieler oder Trainer eine solche Negativserie schon einmal erlebt?

(überlegt) Ganz ehrlich, ich glaube nicht. Auf dem Papier sieht das wirklich brutal aus, ich glaube aber trotzdem, dass wir gemeinsam mit der Mannschaft gute Arbeit leisten.

Warum schlägt sich das dann nicht auf die Resultate nieder?

Ich weiß, dass das nach außen schwer zu vermitteln ist. Auch wenn wir von den fünf Unentschieden in dieser Phase auch zwei Spiele hätten gewinnen können, unsere Ergebniskrise lässt sich ja nicht wegdiskutieren. Vor allem die Ausfälle in der Offensive haben uns hart getroffen, das zeigen die nur fünf geschossenen Toren in den vergangenen neun Spielen. Besonders durch die Knieverletzung von Kapitän Sven Schipplock ist uns ein wichtiger Fixpunkt weggebrochen, das ging zu Lasten der Stabilität. Aber das soll kein Vorwand sein, wir wollen keine Ausreden suchen.

Sie sind lange genug im Geschäft. Fürchten Sie aufgrund der Misserfolgsserie um Ihren Job?

Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich bin in einem sehr guten Austausch mit den Verantwortlichen im Verein.

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Aber auch eine Ausbildungsmannschaft wird an Punkten gemessen.

Keine Frage, wir müssen Ergebnisse liefern – und das möglichst schnell. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Resultate kommen.

Schon am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Koblenz?

Garantieren kann ich das nicht, aber es ist natürlich unser Ziel – und ich kann versprechen: Wir werden top vorbereitet sein und alles für die drei Punkte tun.

Was macht Ihnen Hoffnung?

Die Art und Weise wie wir zusammenarbeiten. Die Arbeitskultur stimmt. Ich weiß, mit wie viel Akribie und Leidenschaft die Mannschaft bei der Sache ist, wie viel wir alle investieren. Wir müssen die Ruhe bewahren, dürfen nicht den Kopf verlieren. Ich bin ganz sicher, wir werden diese von Widerständen geprägte Situation meistern.

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Es sind noch vier Spiele der Rückrunde bis zur Winterpause. Haben Sie ein konkretes Ziel ausgegeben?

Nein, wir haben uns am vergangenen Sonntag zwar zu einem Hinrundenfazit mit der Mannschaft zusammengesetzt, aber eine konkrete Punktvorgabe haben wir nicht formuliert. Das würde den Druck nur zusätzlich erhöhen.

Restprogramm bis zur Winterpause

Viererpack
Fußball-Regionalligist VfB Stuttgart II bestreitet noch folgende vier Spiele bis zur Winterpause:

Samstag, 27. November, 14 Uhr: VfB II – FC Rot-Weiß Koblenz

Freitag, 3. Dezember, 19 Uhr: TSG 1899 Hoffenheim II – VfB II

Samstag, 11. Dezember, 14 Uhr: VfB II – KSV Hessen Kassel

Freitag, 17. Dezember, 19 Uhr: FC Astoria Walldorf – VfB II

Nach der Winterpause geht es am 12. Februar, 14 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 II weiter.




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