Frank Stäbler: Team-D-Award Preisgeld geht an ukrainische Athleten

Frank Stäbler bei der Preisverleihung im Europapark Rust. Foto: Frank May

Der Musberger Ringer Frank Stäbler gewinnt den erstmals verliehenen Team-D-Award in der Kategorie „Olympische Spiele Tokio 2021“.

Große Ehre für den Musberger Ringer Frank Stäbler: der dreimalige Weltmeister, der seine Karriere inzwischen beendet hat, ist vom Deutschen Olympischen Sport-Bund mit dem erstmals vergebenen Team-D-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Olympische Spiele Tokio 2021“setzte sich der 32-Jährige gegen den Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov und die Judo-Mixed-Mannschaft durch, die wie Stäbler von einer Jury nominiert worden waren.

 

Die Anerkennung der Topathleten zählt für Stäbler am meisten

„Der Award ist etwas Besonderes für mich, weil er zu 50 Prozent – was die Abstimmung betrifft – aus dem Herzen des Leistungssports kommt“, sagt Stäbler, der direkt nach der Verleihung im Europark Rust nach Budapest zu den Europameisterschaften flog, um „meine Jungs moralisch von der Tribüne aus zu unterstützen“. Abgestimmt hatten per Online-Voting mehrere Tausend Fans sowie Mitglieder von Team D und Team-D-Paralympics, sprich deutsche Olympia- und Paralympics-Teilnehmer von Tokio 2021 sowie Peking 2022. „Die Anerkennung von den Topathleten zu bekommen, ist mega. Und deshalb ist es auch eine der wertvollsten Auszeichnungen, die ich je bekommen habe“, sagt Stäbler, der bei den Spielen zum Abschluss seiner internationalen Laufbahn Bronze gewonnen hatte.

Nicht Medaillen waren das Kriterium

Bei der Auswahl waren nun freilich nicht die nackten Ergebnisse das Kriterium. Es ging um einzigartige Momente und persönliche Geschichten, die die Zuschauer emotional berührt oder beeindruckt haben. Bei Stäbler war es das eben angekündigte Karriere-Finish sowie der steinige Weg dorthin mit zahlreichen Entbehrungen und der Überwindung widriger Umstände – angefangen von einer Schulterverletzung über eine Corona-Erkrankung bis hin zum Musberger Vereinzwist zwischen KSV und TSV.

Preisgeld geht an den Verein „Athletes for Ukraine“

Das von vornherein für einen guten Zweck gedachte Preisgeld in Höhe von 3000 Euro spendet Stäbler an den Verein „Athletes for Ukraine“, für den er seit Kurzem auch Botschafter ist. „Die Menschen in der Ukraine brauchen mehr denn je unsere Hilfe. Ich bin überzeugt, an der richtigen Stelle Hilfe zu geben“, sagt er.

Vergeben wurde der Award noch in drei weiteren Kategorien. Paralympische Spiele Tokio 2021: Martin Schulz (Triathlon). Olympische Winterspiele Peking 2022: Felix Loch (Rodeln). Paralympische Winterspiele Peking 2022: Anna-Lena Forster (Ski alpin).

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