Der Deutsche Aktienindex hat erstmals die Marke über 16 000 Punkte übersprungen. Erst im März hatte er die 15 000 Punkte geknackt.

Frankfurt am Main -

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat erstmals die Marke von 16.000 Punkten übersprungen. Am Freitagvormittag kletterte das Börsenbarometer zeitweise auf 16.030 Punkte. Ende März war der Index der 30 wertvollsten Unternehmen an der Börse in Frankfurt am Main erstmals über 15.000 Punkte gesprungen.

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„Dies ist ein weiterer Meilenstein und historischer Moment in der Geschichte des Dax“, kommentierte Analyst Timo Emden von Emden Research. Das Börsenbarometer war seit Tagen auf Rekordkurs. Am Mittwochabend waren in den USA Zahlen zur Inflation veröffentlicht worden. Die Teuerung blieb zwar hoch, stieg aber geringer an als von Analysten erwartet. Das verringerte die Sorge vor höheren Leitzinsen in den USA - und damit die Sorge, die Anlage in Aktien könne weniger attraktiv werden.

Zweites Quartal über den Erwartungen

Analyst Emden erwartet „trotz schwelender Risiken angesichts der Coronavirus-Pandemie weitere Engagements an den Aktienmärkten“. Mit den jüngsten Inflationsdaten in den USA habe die US-Notenbank Fed ein weiteres schlagkräftiges Argument bekommen, ihre Geldschleusen weiter offen zu halten. „Gegenüber Anteilsscheinen bleiben die Anlagealternativen nach wie vor überschaubar, sodass die Anleger unmittelbar nach wie vor den Weg an die Aktienmärkte finden.“ 

Frank Klumpp von der LBBW verwies auch auf die „über den Erwartungen ausgefallenen Berichtssaison“ der Unternehmen zum zweiten Quartal. Er erwartet, dass das „freundliche Umfeld für Aktien bis auf weiteres erhalten bleibt, flankiert von steigenden Unternehmensgewinnen“. 

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Auch in London, Paris und Mailand stiegen am Freitag die Kurse. In Asien dagegen schlossen die Börsen leicht im Minus. Hier überwiegt nach Analystenmeinung die Angst vor weiteren Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Klumpp verwies auf die Schließung eines Terminals am weltweit drittgrößten Frachthafen Ningbo-Zhoushan wegen eines an Corona erkrankten Arbeiters. Das wecke erneut Sorgen um die Anfälligkeit der globalen Lieferketten. Zudem markiere die aktuelle Regulierungsoffensive der Regierung in Peking „wohl das Ende eines recht ungezügelten Kapitalismus im Kleid des Sozialismus“. 

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