Französische Filmtage Filmtage daheim und im Kino

Die 37. Französischen Filmtage fallen in diesem Jahr etwas kleiner aus: Viele Filme werden online gezeigt. Im Kino ist der Film „Lola vers la mer“ zu sehen. Foto: Salzgeber & Co Medien GmbH
Die 37. Französischen Filmtage fallen in diesem Jahr etwas kleiner aus: Viele Filme werden online gezeigt. Im Kino ist der Film „Lola vers la mer“ zu sehen. Foto: Salzgeber & Co Medien GmbH

Die 37. Französischen Filmtage finden statt: Vom 28. Oktober bis zum 4. November zeigt das Team rund um Festivalleiter Christopher Buchholz Filme für alle Frankophilen. Doch dieses Jahr läuft einiges anders als gewohnt.

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Stuttgart/Tübingen - Eigentlich sind die Französischen Filmtage ein Event, bei dem es um das Miteinander geht. Die Besucher frönen ihrer gemeinsamen Leidenschaft: dem Film. „Kino und Festival macht aus, dass man mit unbekannten Menschen am selben Ort ist und die gleichen Gefühle hat“, sagt die Pressesprecherin Andrea Buchmann. Doch aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung in diesem Jahr auch online statt. Interessierte können rund zwei Drittel der Filme auf der Internetseite der Filmtage ansehen – von Mittwoch, 28. Oktober, bis Mittwoch, 4. November. Sobald ein Film angespielt wurde, steht er für 30 Stunden zur Verfügung. Kinovorstellungen im Stuttgarter Delphi Arthaus gibt es trotzdem. „Wir zeigen weniger Filme als normal, aber dafür manche Filme in mehreren Vorstellungen“, sagt Bachmann. Hasan Ugur, Programmmanager, erzählt: „Es war kompliziert, in diesem Jahr gewisse Filme zu bekommen.“ Das liege daran, dass sich viele Verleiher zu Beginn der Pandemie dazu entschlossen hätten, die Veröffentlichung zurückzuhalten.

Die Pandemie erschwerte die Auswahl

Zu den Werken in diesem Jahr zählen unter anderem „Lola vers la mer“ (Lola und das Meer), „Gagarine“ oder „À l’abordage“ (Aufbruch). „Es geht dieses Jahr auch um Rassismus“, sagt Festivalleiter Christopher Buchholz. Nicht nur „À l’abordage“ beschäftige sich damit, auch „American Street“ und „Tout simplement noir“ (Einfach schwarz).

Rassismus, Frauen und Krieg

Weitere Schwerpunkte sind „Heldinnen“ und „75 Jahre Kriegsende“. In „La Dernière d’entre elles“ (Die Letzte von ihnen) steht die 94-jährige Rosette Levy im Mittelpunkt, die das KZ Auschwitz-Birkenau überlebt hat. Der Film „Les Filles de l’escadron bleu“ (Die Frauen des Escadron bleu) handelt von einer Gruppe Französinnen, die die Rückkehr französischer Soldaten aus dem zerstörten Europa koordinieren.

Normalerweise besuchen Filmemacher das Festival. In diesem Jahr gibt es von ihnen kleine Einspielungen, die vor dem jeweiligen Werk gezeigt werden. „Es ist traurig, dass wir in diesem Jahr keine Gäste empfangen können und somit keine Gespräche stattfinden“, sagt Buchholz. Doch auch wenn die 37. Französischen Filmtage anders ablaufen werden als gewohnt, ist sich das Team einig: „Wir sind froh, dass das Festival dennoch stattfindet.“

Info

Die 37. Französischen Filmtage starten in Stuttgart am Donnerstag, 29. Oktober, mit dem Film „Effacer l’historique“ (Die digital Naiven) und enden am Mittwoch, 4. November, mit „Les Parfums“ (Parfum des Lebens) im Delphi Arthaus Kino. Die Kinobetreiber bitten darum, die Karten online zu kaufen. So fallen vor Ort keine langen Wartezeiten an, die Besucher können direkt in den Kinosaal gehen. Im Kino, auch im Vorführraum, herrscht Maskenpflicht, zwischen den Besuchergruppen werden jeweils zwei Plätze freigelassen. Das Programm der Filmtage ist auf der Internetseite des Festivals zu finden.




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