Frauen-Handball: Regionalliga Später Einbruch verhindert den Befreiungsschlag

Leonie Strack avancierte mit zehn Treffern zu besten Spielerin des Spiels. Foto: Günter Bergmann

Die HSG Leinfelden-Echterdingen spielt gegen die SF Schwaikheim remis und muss weiter auf den zweiten Saisonsieg warten – trotz eines überragenden Geburtstagskindes.

Sport: Dominik Grill (grd)

Rund vier Minuten vor Schluss sah alles nach dem langersehnten, zweiten Sieg für die HSG Leinfelden-Echterdingen in der aktuellen Regionalliga-Saison aus. Die Filder-Handballerinnen lagen im heimischen Sportpark Goldäcker gegen die Sportfreunde Schwaikheim mit drei Punkten in Front. Doch dann zündeten die Gäste den Nachbrenner und trafen drei Mal in Folge. Am Ende trennen sich beide Teams mit 21:21. Immerhin: Durch das Remis ist die sportliche Talfahrt der Echterdingerinnen von zuvor fünf Niederlagen in Folge gestoppt.

 

Freude wollte aber bei der Trainerin nicht recht aufkommen. „Nach dieser Schlussphase fühlt es sich wie ein verlorener Punkt an“, sagt Mona Binder. Ausgerechnet in jenen finalen Minuten rutschten der ansonsten stark aufspielenden Franziska Lieb im Tor des Heimteams zwei Bälle durch. Geglänzt hatte zuvor auch das Geburtstagskind Leonie Strack, die überragende zehn Treffern erzielte. „Sie hat sich selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht“, sagt Binder über die frischgebackene 25-Jährige.

Den Zweipünkter, der zur großen Gaudi fehlte, verpasste das Team wegen eines Mankos, das sich durch die ganze Saison zieht. „Wir machen die Dinger nicht rein“, bringt es die Trainerin auf den Punkt. Gegen die achtplatzierten Schwaikheimerinnen wurden unter anderem zwei Siebenmeter vergeben. Nur am ersten Spieltag gegen den TSV Bönnigheim gelang dem Filder-Club bisher ein Sieg. Mittlerweile stehen die Echterdingerinnen auf dem drittletzten Tabellenrang. Sorge mache der Blick aufs Klassement aber noch nicht. „Es waren meistens enge Partien, und spielerisch haben wir in den letzten Wochen einen Riesenschritt gemacht“, sagt Binder. Hatte das Team vor der Saison noch keine Prognose abgeben wollen, so lautet das aktualisierte Saisonziel: „Wir müssen das, was wir im Training leisten, ins Spiel bringen.“

Weiter geht es mit zwei Auswärtspartien, am kommenden Samstag beim TSV Rintheim (18.30) und in der Folgewoche bei der HSG Freiburg II. „Zwei Gegner, die wir auf jeden Fall schlagen müssen“, stellt Binder klar.

Weitere Themen