Frauenbilder und Schönheitsideale Aber bitte recht sexy, Mama!

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Job, Kindererziehung, Partner, Freunde, Familie – frau hat viel zu tun im Alltag. Und attraktiv und sexy soll sie dabei möglichst auch noch sein. Das jedenfalls hat die Sexualpädagogin Katja Grach beobachtet.

Eine Filmszene aus „American Pie“, der erfolgreichen US-Highschool-Komödie von 1999, die mehrere Fortsetzungen nach sich zog. Die Filme prägten den Begriff der „Milf“. Foto: dpa 4 Bilder
Eine Filmszene aus „American Pie“, der erfolgreichen US-Highschool-Komödie von 1999, die mehrere Fortsetzungen nach sich zog. Die Filme prägten den Begriff der „Milf“. Foto: dpa

Stuttgart - Wer seit Ende der Neunziger Jahre die Filmreihe „American Pie“ verfolgt hat, dem wird der Begriff „Milf“ (englische Abkürzung für „Mother I’d like to fuck“- auf Deutsch etwa: eine Mutter, mit der man gerne Sex haben würde) geläufig sein. „Die Milf ist ein Mutant, ein kulturell weiterentwickeltes Mischwesen aus uralten Frauenidealen – sie ist Mutter und zugleich sexuell attraktiv. Heilige und Hure in einem“, schreibt die Sexualpädagogin Katja Grach (35) in ihrem Buch „Milf Mädchenrechnung – Wie sich Frauen heute zwischen Fuckability-Zwang und Kinderstress aufreiben“. Sie beobachtet, dass es heutzutage um den Marktwert von Sexualität geht, darum, ob der Sexpartner oder die Sexpartnerin heiß genug ist. Warum sexuelle Attraktivität so wichtig genommen wird und wieso das die Emanzipation behindert, erklärt die gebürtige Österreicherin im Interview.