Frauenfußball beim VfL Herrenberg „Plötzlich ging nichts mehr“ – Aus im Pokal und bittere Schlappe in Regionalliga

Den Finaleinzug des Vorjahres kann der VfL Herrenberg (in Weiß) nicht mehr wiederholen: Im Viertelfinale war gegen den TSV Neuenstein (in Schwarz) Endstation. Foto: Eibner/Max Vogel

Innerhalb von vier Tagen sind die Fußballerinnen des VfL Herrenberg erst aus dem WFV-Pokal ausgeschieden und unterlagen dann in der Regionalliga einem direkten Abstiegskonkurrenten.

Keine gute Woche für die Fußballerinnen des VfL Herrenberg. Erst war durch die 2:3-Niederlage beim TSV Neuenstein im Viertelfinale des Verbandspokals Endstation, dann folgte in der Regionalliga ein 0:1 beim ebenfalls stark abstiegsgefährdeten FFC Wacker München.

 

Zwei schmerzhafte Niederlagen für das junge Team also innerhalb von nur vier Tagen. Mit den Leistungen wäre mehr drin gewesen. Doch im WFV-Pokal sorgten zwei fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen in der Nachspielzeit dafür, dass der Gegner eine Strafstoß zum 2:2-Ausgleich und dann auch noch einen Freistoß zum 3:2-Siegtreffer nutzen konnte.

VfL Herrenberg fehlt beim FFC Wacker München die Durchschlagskraft

Auch im folgenden Punktspiel war der Gäuklub lange Zeit spielbestimmend, doch es fehlte die Durchschlagskraft. Wenn es gefährlich wurde, dann meist aus der Distanz. Zum Beispiel als Tiffany Schiewe die Kugel aus gut und gerne 20 Metern knapp über die Latte zog.

Das Abstiegsduell plätscherte lange vor sich hin, sodass klar war, dass der erste Treffer womöglich die Entscheidung bringen könnte. Nach etwa einer Stunde drehte sich der Wind. Die Einheimischen kamen zu ihren ersten Möglichkeiten. „Bei uns ging dann plötzlich nichts mehr. Wir haben die Ordnung verloren“, haderte VfL-Trainer Steven Riechers.

Torhüterin Judith Müßigmann ist bedient: Im Pokalviertelfinale schlug es in den letzten Minuten zweimal hinter ihr ein. Foto: Eibner/Max Vogel

VfL Herrenberg lässt Torschützin des FFC Wacker München sträflich frei

Seine Schützlinge ließen Sonja Kolb am zweite Pfosten sträflich frei, sodass diese keine Mühe hatte, den goldenen Treffer zu erzielen (69.). Dass die Niederlage am Ende nicht noch höher ausfiel, hatten die Gäste ihrer Keeperin Emma Knies zu verdanken, die mehrfach stark parierte.

Damit sind die Herrenbergerinnen wieder auf einen Abstiegsrang abgerutscht. „Wir müssen klar bleiben und dürfen unsere Freude nicht verlieren. Wir wissen, dass wir es können“, betonte Riechers. Am Sonntag wartet gleich die nächste richtungsweisende Begegnung auf seine Akteurinnen. Um 13 Uhr empfangen sie den SC Sand II.

VfL Herrenberg: Knies, Riechers, Claar, Baumann, Czech, Schiewe, Rahm (84. Brunnenmiller), Marquart (77. Delisimunovic), Sock, Wirth, Schmidt (66. Lennartz).

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