Frauenfußball-Bezirksliga Zwiespältige Bilanz bei den Kickerinnen

Leonie Fitzner (links) und die Spvgg Rommelhausen schauen auf eine durchwachsene Saison zurück. Foto: privat

Die Fußballerinnen des TV Oeffingen und die der Spvgg Rommelshausen belegen in der Bezirksliga die Plätze acht und neun.

In der Fußball-Bezirksliga der Frauen haben der TV Oeffingen und die Spvgg Rommelshausen am Saisonende einträchtig nebeneinander die Ränge acht und neun belegt. Gerade einmal ein Zähler trennte die Nachbarn nach 22 absolvierten Spieltagen. Zufrieden sind mit diesem Abschluss beide einigermaßen, wobei die sportliche Entwicklung während der Spielzeit doch recht unterschiedlich verlief.

 

TVOe zufrieden

TV Oeffingen: Statistisch gesehen haben sich die Oeffinger Frauen gegenüber der Saison 2023/24 diesmal eindeutig verbessert: Sie haben ein Tor mehr geschossen als vor einem Jahr, nämlich deren 45, gleich 25 Gegentore weniger kassiert (nur noch 63), fünf Punkte mehr geholt (25) und sich als Achter um zwei Ränge im Klassement verbessert. „Wir haben unser Ziel erreicht, diesmal nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Allerdings hatten wir auch zwei, drei enge Spiele, in denen mit etwas mehr Glück und Cleverness noch mehr möglich gewesen wäre“, sagt Max Nägele.

Der Trainer war erst in der Winterpause am Tenwengert eingestiegen und hatte mit seinem Team gleich im ersten Spiel den FSV Waldebene Ost II mit 4:1 bezwungen, der sich am Ende Rang zwei und damit die Vizemeisterschaft gesichert hat. Nach Saisonende lobt Nägele den ausgezeichneten Teamgeist in seinem Aufgebot und die Tatsache, dass er regelmäßig 16 bis 20 Akteurinnen im Training und zu den Spielen zur Verfügung hatte, was in dieser Liga nicht überall der Fall ist. Für die kommende Saison sollen zwei bis vier Akteurinnen aus der eigenen Jugend integriert werden und sowohl auf dem Feld, als auch in der Tabelle eine weitere Stabilisierung geschafft werden. „Der Aufstieg in die Regionenliga ist für nächste Saison kein Thema. Das ist eher eine mittelfristige Geschichte, aber dafür müssen wir noch konstanter werden“, sagt Nägele.

Spvgg mit vielen Abgängen

Spvgg Rommelshausen: Beim Oeffinger Nachbarn in Kernen fällt die Saisonbilanz zwiespältig aus: „Unsere Hinrunde war super. Danach ist es bergab gegangen, aber dafür gibt es auch gleich mehrere Gründe“, sagt der Trainer Christoph Stohrer. Nachdem sich die „Römerinnen“ vor zwölf Monaten noch die Vizemeisterschaft gesichert hatten, legten sie auch in der neuen Saison zunächst gut los. In die Winterpause ging es als Tabellensechster, doch dann begann die personelle Malaise: „Wir hatten Abiturientinnen, beruflich bedingte Ausfälle, mehrere Verletzte und haben kein einziges Rückrundenspiel in der gleichen Aufstellung absolviert“, sagt Stohrer. Statt 15 Zählern wie noch vor der Pause, gab es nach Neujahr nur noch neun Zähler aus zehn Partien.

Zum Ende hin kam es sogar knüppeldick: In den letzten vier Spielen gab es zwar noch einen 3:0-Sieg gegen den SV Hegnach II (die Partie wurde beim Stand von 3:0 für die Spvgg aufgrund einer schweren Verletzung einer SV-Spielerin abgebrochen und für Rommelshausen gewertet), dazu gab es aber gleich zwei 0:10-Packungen und noch ein 1:12 beim Meister SG Schorndorf. „Es wird schwer, das in der kurzen Pause alles abzuschütteln, aber wir versuchen einen Neuanfang“, sagt Stohrer, aus dessen Kader gleich sechs Akteurinnen ihre Karriere beenden. Da keine Verstärkungen aus dem eigenen Nachwuchs in Sicht sind, wollen die „Römerinnen“ nun genau durchzählen. „Es sollten dann mindestens 18 feste Zusagen da sein, sonst müssen wir uns ernsthaft mit einem freiwilligen Rückzug beschäftigen, was ich nicht hoffe“, sagt der Trainer, der sich über jede Kickerin freuen würde, die in den nächsten Wochen ins Probetraining kommt.

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