Frauenfußball im Kreis Böblingen VfL Herrenberg steigt aus der Regionalliga ab

In der Defensive nicht immer auf der Höhe: Jana Lennartz (links) und Katharina Baumann vom VfL Herrenberg hadern mit der Leistung. Foto: Kevin Schuon

Nach der 0:5-Niederlage gegen die U19 von Eintracht Frankfurt haben die Fußballerinnen des VfL Herrenberg keine Chance mehr auf den Klassenerhalt in der Regionalliga.

Nichts geht mehr: Für die Fußballerinnen des VfL Herrenberg haben sich auch die letzten Hoffnungen auf den Regionalliga-Klassenerhalt zerschlagen. Nach der 0:5-Niederlage gegen die U19 von Eintracht Frankfurt sowie dem gleichzeitigen 2:1-Erfolg von Wacker München gegen den Tabellenzweiten SV Weinberg gibt es kein Szenario mehr, in dem der Aufsteiger die Klasse halten kann.

 

Damit steigen die Herrenbergerinnen wie schon 2023 direkt wieder aus der Regionalliga ab. Sogar die SG Haitz ist in der Tabelle jetzt vorbeigezogen, sodass der VfL nun – abgesehen vom FSV Hessen Wetzlar, der sein Team zurückgezogen hat – Tabellenletzter ist. „Das müssen wir alles erst einmal verarbeiten“, sagte der neue Coach Patrik Recknagel.

Drei Gegentore in 15 Minuten

Am Ende hätte auch ein Sieg gegen Eintracht Frankfurt nichts mehr gebracht. Dieser war am Sonntag ohnehin völlig außer Reichweite. Besonders im ersten Durchgang waren die Gäste klar besser und gingen schon nach wenigen Minuten durch Anna Gliszczynska mit 1:0 in Führung. In der Abwehr waren die Hausherrinnen einfach nicht sattelfest und zu weit weg von ihren Gegenspielerinnen. So legten Letizia Marie Knapp, Sloveig Schlitter und Nina Franco drei weitere Treffer innerhalb von 15 Minuten nach. „Da haben wir zu wenig Gegenwehr gezeigt“, sagte Recknagel.

Immerhin: Sein Team zeigte nach Seitenwechsel eine Reaktion und übernahm zunehmend das Kommando. Ein Abschluss von Melanie Wirth wurde auf der Linie geklärt. Lotta Brunnenmiller traf bei einem Solo nur die Latte. Tiffany Schiewe und Jennifer Marquart zielten knapp daneben. „Ein Treffer will uns aktuell jedoch einfach nicht gelingen.“ Da waren die Gäste einmal mehr effizienter, als Sari Kobayashi nach etwas mehr als einer Stunde den fünften Treffer draufpackte.

„Uns fehlt aktuell einfach ein Erfolgserlebnis“, haderte Recknagel. „Doch wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Auch, wenn der Regionalliga-Zug nun abgefahren ist. „Wir wollen uns noch in dieser Saison wieder belohnen und zumindest noch den einen Platz klettern.“

Verbandsligist VfL Sindelfingen Ladies festigt Rang drei

Der VfL Sindelfingen Ladies hat mit dem 2:0-Heimsieg gegen den TSV Münchingen den nächsten Sieg in der Verbandsliga eingefahren. „Es hätte sogar noch höher ausgehen können“, sagte Team-Manager Marc Pflieger. Doch im ersten Durchgang waren häufig die Latte oder der Pfosten im Weg. So stand es nach dem Treffer von Leona Fischer zur Pause nur 1:0. Annika Hagemann machte mit dem zweiten Treffer alles klar. „Wir hatten alles im Griff. So wollen wir weitermachen.“

VfL Herrenberg II kämpft in der Regionenliga gegen den Abstieg

In der Regionenliga, Staffel IV, holte der VfL Herrenberg II mit dem 2:2 bei der SG Locherhof/Mariazell einen Punkt beim Tabellenvierten. „Der war nach den letzten Wochen ganz wichtig“, sagte der neue Trainer Johannes Kraus. Und seiner Meinung nach auch absolut verdient. Nach einem frühen Rückschlag brachten Jacqueline Stepak und Rebecca Zahner die Gäste zwischenzeitlich in Führung. „Unter Umständen wäre sogar ein Sieg möglich gewesen.“ Doch sein Team musste noch den Ausgleich hinnehmen.

Nach zuletzt vier Siegen in Serie spielte der TSV Grafenau 2:2 bei der SG Sulgen/Hardt. „Ich war mit dem Punkt zufrieden“, sagte Trainerin Nina Steger. Obwohl ihr Team klar besser war. „Wir hatten jedoch lange das Glück nicht auf unserer Seite.“ Der Ball wollte lange Zeit einfach nicht über die Linie. Diese Frage stand auch beim überfälligen Ausgleich durch Leslie-Ann Assfalg im Mittelpunkt. „Für mich gab es keine Diskussion. Der Ball war ganz klar drin“, betonte Steger. Doch kurz darauf lief ihr Team wieder einem Rückstand hinterher. Zehn Minuten vor Schluss traf Julia Steger zum erneuten Ausgleich. „Danach sind wir auf Nummer sicher gegangen.“ Nun stehen für die Grafenauerinnen bis zum Saisonende noch drei Heimspiele an.

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