Frauenfußball – WFV-Pokal, Viertelfinale Wendlingen/Ötlingen gegen VfB II: Teamgedanke vor Einzelleistung

Die SGM und Stürmerin Sabrina Trampitsch (am Ball) wollen im Viertelfinale mit offensivem Fußball glänzen. Foto:  

Die Fußballerinnen der SGM Wendlingen/Ötlingen treffen im Achtelfinale des WFV-Pokals auf den VfB Stuttgart II, möchten den Favoriten ärgern.

Angesprochen auf ihre persönlichen Erfolge und Ziele in der laufenden Saison, rudert Sabrina Trampitsch direkt zurück. „In erster Linie ist mir die Leistung des Teams wichtig. Und dass ich das Gesamtgefüge individuell unterstützen kann“, sagt die Fußballerin der SGM Wendlingen/Ötlingen und ergänzt: „Ich bin da, wo ich gerade stehe, dank meines Teams. Wir wollen noch einige Erfolge gemeinsam feiern.“

 

Dass es bei der 30-jährigen Stürmerin in ihrer ersten Saison bei der Spielgemeinschaft – bestehend aus dem TSV Wendlingen und dem TSV Ötlingen – aber bislang sehr gut läuft und sie in der Landesliga die Torschützinnenliste mit 19 Treffern aus elf Spielen anführt, kann Trampitsch dann doch nicht leugnen: „Klar ist es toll, dass ich dem Team mit meiner Leistung sowie meinen Toren helfen kann. Und es wäre auch schön, wenn ich genauso erfolgreich wie in der Hinrunde bleibe, aber darin liegt im Allgemeinen nicht mein Fokus.“

Top-Torschützin der SGM

Die SGM-Topstürmerin „fühlt sich in Wendlingen wohl“ und hat auch eine einfache Erklärung darauf, warum sie so gut in Form ist: „Es liegt daran, dass wir viel trainieren und dass ich von meinen Teamkameradinnen von Anfang an gut integriert sowie in den Spielfluss eingebunden wurde.“ Trampitsch wechselte vor der Saison vom Bezirksligisten Spvgg Rommelshausen zur SGM und brauchte keine lange Anlaufzeit, ehe sie den Ball für die Spielgemeinschaft zum ersten Mal in die Maschen beförderte. „Ich habe Wendlingen/Ötlingen schon länger beobachtet, das Potenzial des Teams gesehen und dachte mir direkt, dass ich da ganz gut mit meinen Stärken hineinpasse“, erklärt Trampitsch ihren Wechsel.

„Auf keinen Fall hinten reinstellen“

Und auch SGM-Coach Carlo Liotti ist froh darüber, die 30-Jährige und ihre Qualitäten in seinem Kader zu haben. Bevor die SGM-Kickerinnen in zwei Wochen beim 1. FC Normannia Gmünd in die restlichen Rückrundenspiele der Landesliga starten – und sich laut Liotti „auf Platz zwei oder drei etablieren und die Aufstiegsrelegation gerne mitnehmen würden“ –, steht erst einmal das Viertelfinale des WFV-Pokals an. Die SGM trifft am Sonntag (13 Uhr) zuhause auf den den Verbandsligisten VfB Stuttgart II. „Der Verbandsligist ist natürlich der Favorit, aber wir wollen offensiven Fußball zeigen, mutig nach vorne spielen und uns auf keinen Fall hinten reinstellen“, betont Coach Liotti und fügt hinzu: „Wenn wir unser Potenzial abrufen sowie unsere Spielphilosophie auf den Platz bekommen, dann glaube ich schon, dass wir weiterkommen können.“ Zufrieden ist Trainer Liotti auch mit der Vorbereitung auf das Pokalspiel: „Die Spielerinnen waren fleißig und auch die Ergebnisse bei den Testspielen waren gut.“

„Tolle Rückendeckung von unseren Fans“

Das sieht auch Stürmerin Trampitsch so, die freilich das eine oder andere Tor zu einem Pokalerfolg beisteuern möchte: „Es wäre schon eine Überraschung, wenn wir in das Halbfinale einziehen würden. Aber wir sind auf jeden Fall bereit und wissen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein können. Jede muss für jede kämpfen und ans Limit gehen.“ Trampitsch hebt noch die Unterstützung der Zuschauer in Wendlingen hervor. „Wir haben echt eine tolle Rückendeckung von unseren Fans. Das ist im Frauenfußball nicht selbstverständlich und die Unterstützung werden wir im Pokalspiel auch benötigen, um dem Favoriten Paroli bieten zu können“, betont die Stürmerin und fügt hinzu: „Ich bin zuversichtlich, dass wir dadurch und mit der richtigen Einstellung eine Runde weiterkommen können.“ Der Teamgedanke steht bei den Fußballerinnen der Spielgemeinschaft eben vor der individuellen Einzelleistung.

Frauenfußball in der Region

WFV-Pokal
Den Einzug ins Halbfinale klargemacht haben bereits am vergangenen Wochenende der Regionalligist VfB Stuttgart, der den Verbandsligisten SV Eutingen mit 5:0 bezwang, sowie der Oberligist TSV Tettnang mit einem 4:1-Sieg gegen den 1. FC Donzdorf. Neben der Partie der SGM Wendlingen/Ötlingen gegen den VfB Stuttgart II am Sonntag (13 Uhr) findet zeitgleich das vierte Viertelfinalspiel des TSV Münchingen II gegen den VfL Herrenberg statt.

Landesliga
Der Pflichtspiel-Jahresauftakt steht für die Kickerinnen der Spielgemeinschaft Wendlingen/Ötlingen in zwei Wochen am Sonntag, 16. März, um 13 Uhr mit der Begegnung beim Siebten 1. FC Normannia Gmünd an.

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