Frauenwochen in Weil der Stadt Was wäre die Stadt ohne ihre Frauen?

Frauen in der Politik – wie hier im Weiler Gemeinderat – sind längst nicht überall eine Selbstverständlichkeit Foto: privat
Frauen in der Politik – wie hier im Weiler Gemeinderat – sind längst nicht überall eine Selbstverständlichkeit Foto: privat

Vom Gebetstag bis zur Kleidertausch-Börse: Die Frauenwochen starten am 2. März.

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Weil der Stadt - Die Frauenwochen sind eine feste Institution des gesellschaftlichen Lebens in Weil der Stadt. Und das seit inzwischen 22 Jahren. Die diesjährigen Frauenwochen, organisiert von der Volkshochschule Weil der Stadt, dem Kulturverein Manufaktur, dem Eine-Welt-Laden, dem Kunstforum, sowie den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und der Stadt, starten an diesem Freitag, 2. März.

Angelika Brombacher ist von Anfang an dabei. „In diesen 22 Jahren sind die Frauenwochen nicht einmal ausgefallen“, erzählt die Leiterin der Weiler Volkshochschule. Sie ist stolz auf das, was die Frauen, die verschiedenen Gruppierungen, Vereinen oder Initiativen in der Stadt angehören, Jahr für Jahr auf die Beine stellen. Zumal es für die meisten von ihnen ein „Nebenbeigeschäft“ in ihrer Freizeit ist.

„Da steckt ganz schön viel Arbeit drin“, sagt Angelika Brombacher. Etwa ein Dreivierteljahr vor der eigentlichen Veranstaltung geht es bereits los. Die Frauen tragen Ideen zusammen, überlegen, auf welche Themen sie aufmerksam machen möchten und was die Besucher interessieren könnte. Dass die Frauen, die sich für dieses Projekt engagieren, nicht Jahr für Jahr unbedingt dieselben sind, macht für Angelika Brombacher durchaus einen gewissen Reiz aus. „Da treffen viele verschiedene Interessen aufeinander und das macht es spannend“, sagt die VHS-Leiterin, bei der am Ende stets die Fäden zusammenlaufen.

Kein Jahresmotto

Ein Jahresmotto, unter dem alle Veranstaltungen stehen, gibt es nicht. „Wir greifen aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen auf“, erklärt Angelika Brombacher. „Und wir möchten auch Dinge anschauen, die unangenehm sind.“

Die Macherinnen der Weiler Frauenwochen möchten mit ihren Veranstaltungen in erster Linie andere Frauen erreichen. Und zwar Frauen aller Altersgruppen, wie Angelika Brombacher betont. „Die Veranstaltungen sollen immer auch daran erinnern, was bisher bezüglich Frauenrechten erreicht wurde und dass dies nichts Selbstverständliches ist, sondern etwas Wertvolles, um das mutige Frauen in den vergangenen 100 Jahren gekämpft haben“, erklärt die VHS-Leiterin. Das sei gerade den jüngeren Frauen oftmals nicht so bewusst. Auch wenn das Projekt unter dem Titel „Weil der Städter Frauenwochen“ läuft: „Männer sind durchaus gern gesehene Gäste, wir haben ja nicht nur Themen für Frauen auf der Agenda“, sagt Angelika Brombacher.

Das Programm der Frauenwochen gibt es auch im Internet unter www.weil-der-stadt.de




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