Oberstenfelder Freibad eröffnet Das Mineralfreibad will wieder den Titel holen

Der Start am 1. Mai hätte kaum besser sein können. Beim Pressetermin am Freitag war der Himmel hingegen grau Foto: Avanti/Ralf Poller

Seit Anfang Mai hat die Badesaison im Mineralfreibad Oberes Bottwartal begonnen. Zahlreiche Neuerungen sollen bis zum Herbst möglichst 200 000 Badegäste locken.

Was für ein Start. Das Mineralfreibad Oberes Bottwartal hat gleich am ersten Tag, dem 1. Mai, 2275 Badegäste angelockt. Kein Wunder, das Wetter war sommerlich, der Sprung in die Fluten sorgte für Abkühlung. „Dieses Jahr sind es viele liebevolle Verbesserungen im Detail“ , sagt Bürgermeister Markus Kleemann, der gleichzeitig Vorsitzender des Zweckverbands ist, beim traditionellen Pressetermin am Freitag.

 

Seit 49 Jahren währt die Partnerschaft der Kommunen Oberstenfeld und Beilstein, die das Freibad am Laufen hält. Doch die Gäste interessieren sich, wie zu Beginn jedes neuen Badestarts, für die Neuerungen und weniger für die Historie. Als da wäre die neue Dusche neben dem Beach-Volleyball-Feld, neue Sonnenschirme auf der Liegewiese oder ein Outdoor-Tischkicker beim Kiosk. Auf der oberen Liegewiese stehen erstmalig neue Liegen zum Ausleihen. Bisher haben viele Gäste Liegen aus dem unteren Bereich nach oben getragen und die mussten abends mit viel Personalaufwand wieder zurückgebracht werden. Außerdem gibt es einen neuen Getränkeautomaten im Bereich der Umkleiden.

Neue Schirme bieten zusätzlichen Schatten. Foto: Avanti//Ralf Poller

„Bei all dem haben uns unsere Bauhofteams tatkräftig unterstützt“, lobt Elena Filipp, die stellvertretende Bauamtsleiterin die vielen helfenden Hände. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Die Stelle des Betriebsleiters ist weiterhin vakant. Während die Leitung eines Freibads früher eine Art Lebensaufgabe gewesen sei, erinnere ihn die teils kurze Verweilphase heutiger Betriebsleiter eher an Zugvögel, sagt Markus Kleemann zur aktuellen Personalsuche. Doch mit Florian Vierheilig sei ihnen eine gute Lösung für diese Saison gelungen, freut sich Kleemann.

Rettungsschwimmer unterstützen

Und: „Für die Sicherheit der Badegäste haben wir mit der großen Unterstützung der Vereine und des DLRG auch in in diesem Jahr wieder 16 Rettungsschwimmer“, sagt Christine Schächer, die als Verwaltungsleiterin aus Oberstenfeld für den reibungslosen und sicheren Badebetrieb mit verantwortlich ist. Das sei wegen des Personalmangels nicht mehr selbstverständlich.

Christine Schächer, Elena Filipp, Markus Kleemann und Barbara Schoenfeld (von links) freuen sich auf die Badesaison 2024. Foto: Avanti/Ralf Poller

Am Ende der Saison entscheiden solch kleine Details, ob das Mineralfreibad wieder zum schönsten Freibad Deutschlands gekürt wird. „Unser Ziel ist auf jeden Fall wieder ein Platz unter den Top Ten“, betont Kleemann.

Das Image ist das eine, der wirtschaftliche Erfolg das andere. Das weiß auch Kleemann. Ideal sei eine Badesaison dann, wenn die erhofften 200 000 Besucher am Saisonende ein Ticket gelöst haben.

Möglichst stark spritzende Arschbomben werden auch wieder gesucht

Fünf größere Veranstaltungen mit Programm sollen zusätzlich Besucher anlocken. Ob nun die Suche nach der „besten Arschbombe“ oder der Seepferdchen-Tag, der einen wichtigen Beitrag zur Badesicherheit der jüngsten Gäste ist, oder die Beach-Party.

Wie beliebt das Mineralfreibad in seinem regionalen Umfeld ist, das zeigt der neu gegründete Förderverein. Rührige Mitglieder unterstützen seit Neuestem das kommunale Team bei seinen Aufgaben und möchten mit ihrem Engagement den Erlebniswert des Freibads weiter so hoch halten wie bisher – oder gar noch verbessern.

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