Freibad in Kirchheim Ein Göppinger übernimmt die Gastronomie

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Mathias Pulvermüller hat mit Freibad-Bewirtung bereits reichlich Erfahrung. Die setzt der Göppinger nun im neu gestalteten Bad in Kirchheim ein.

Bis der Kiosk fertig ist,  serviert Mathias Pulvermüller aus dem Imbisswagen. Foto: Ines Rudel
Bis der Kiosk fertig ist, serviert Mathias Pulvermüller aus dem Imbisswagen. Foto: Ines Rudel

Kirchheim/Teck - Der Göppinger Gastronom Mathias Pulvermüller hat die Freibäder in seinem Landkreis gastronomisch fest im Griff. Seit 1999 betreibt er die Bewirtung im Göppinger Bad, später kamen Salach und Geislingen dazu. Nun übernimmt er auch die Gastronomie im Kirchheimer Freibad. Ebenso wie im Landkreis Göppingen steht auch im Bad in der Teckstadt klassische Imbisskost auf der Karte: Eis, Currywurst, Snacks und Getränke. „Wir sind immer auf Expansionskurs, wenn sich die Gelegenheit bietet“, sagt Pulvermüller. In Kirchheim war das durch den Umbau des Freibads und den Abriss der bisherigen Gastronomiegebäude der Fall.

Laut der Stadt Kirchheim sei der Vertrag mit dem vorherigen Betreiber im vergangenen Jahr ausgelaufen. „Wir haben uns auf die Ausschreibung der Stadt für die Freibad-Gastronomie beworben – und es hat geklappt“, freut sich der Göppinger. Sein Pachtvertrag läuft bis 2022, mit Option auf jeweils zwei Jahre Verlängerung.

Pulvermüller war bereits vorher über Göppingens Stadtgrenzen hinaus bekannt. Bis 2014 betrieb er unter anderem den Club Rouge. Danach eröffnete er zusammen mit seinem Geschäftspartner Remus Catau, der ebenfalls mit den Freibadgastronomien betraut ist, das schmucke Café Bozen in der Göppinger Innenstadt. Dass er sich auf Bäder-Bewirtung spezialisiert hat, hat einen einfachen Grund: „Irgendwann wollte ich weg aus dem Abend- und Nachtgeschäft. Das ist zudem ein Schönwettergeschäft, man ist viel draußen, das macht Spaß“ – hat aber auch große Nachteile. „Die größte Herausforderung ist das Personal. Da brauchen wir flexible Leute, die bei Regen auch mal zuhause bleiben und bei gutem Wetter wochenlang durcharbeiten können“, sagt Mathias Pulvermüller. Ein nicht besonders attraktives Geschäft also, für das sich laut der Stadt Kirchheim jedoch viele Interessenten gefunden hätten, darunter auch Bewerber aus Kirchheim.

Freibadgäste wollen Imbisskost

Seine Erfahrung will der Göppinger nun am neuen Standort einbringen und freut sich auf die neue Stadt. „Wir sind gespannt auf die Kirchheimer und ihre Wünsche.“ Doch allzugroße kulinarische Besonderheiten wird es mit ihm im Freibad nicht geben. Seine Erfahrung habe bisher gezeigt, dass Freibadgäste auf Imbisskost setzen. „Wir haben in den anderen Bädern viel ausprobiert und sogar schon Mittagstischgerichte angeboten. Das wird sehr schlecht angenommen“, sagt er. Kaffeevariationen, Kuchenschnitten, Salate, Pommes und Fleischlastiges wie Rote Wurst, Schnitzelbrötchen und Leberkäswecken seien dagegen der Renner.

Es spricht ja auch nichts dagegen, das neu gestaltete Freibad erst mal von einem der 70 Sitzplätze aus mit einem Eiscafé in der Hand zu begutachten. Doch auch bis dahin müssen sich die Kirchheimer noch gedulden. Zum provisorischen Betrieb des Bades vom 1. Juni an wird es erst mal nur einen Imbisswagen am Eingang geben. Pulvermüller: „Im Laufe der Saison entscheiden wir dann, ob wir am Eingang zusätzlich noch einen Eisverkauf etablieren.“




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