Freibad in Leonberg Kein Fördergeld vom Bund für das Leobad

Von Ulrike Otto 

Die Stadt hat auf eine Million Euro aus Berlin für die Sanierung gehofft und geht nun leer aus.

Das Leobad soll laut Plan im Mai 2020 wiedereröffnen. Foto: Stadt Leonberg
Das Leobad soll laut Plan im Mai 2020 wiedereröffnen. Foto: Stadt Leonberg

Leonberg - Rund 15 Millionen Euro soll die Sanierung des Leobades kosten. Jetzt hat die Stadt eine schlechte Nachricht erreicht: „Die Förderanträge zur Sanierung des Leobades wurden im deutschlandweiten Programm ‚Sanierung kommunaler Einrichtungen’ nicht berücksichtigt“, so der FDP-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Böblingen, Florian Toncar.

Mehr als 1300 Projekte seien dafür eingereicht worden, berichtet Toncar unter Berufung auf das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Damit sei die aktuelle Förderrunde 13-fach überzeichnet, hieß es in einer E-Mail an alle Bewerber. Mit dem Programm will der Bund kommunale Sanierungen von Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen mit 100 Millionen Euro unterstützen.

Auf eine Million Fördergelder gehofft

Die Stadt hatte auf mindestens eine Million Euro aus dem Förderprogramm gehofft, vier Millionen wären maximal möglich gewesen. Der Gemeinderat war im September extra zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Schon damals hatte der Baubürgermeister Klaus Brenner die Erwartungen gedämpft: „Es wäre ein Erfolg, wenn es für uns eine oder zwei Millionen Euro gibt“, meinte er. „Wir bedauern sehr, dass wir keine Förderung erhalten, schließlich haben wir viel dafür getan, diese Mittel zu bekommen“, sagt Oberbürgermeister Martin Kaufmann.

Gründe wurden nicht genannt

Da die Antragsfrist jedoch bis zum Dezember 2018 verlängert worden war, seien im aktuellen Haushalt keine Einzahlungen veranschlagt. Zudem war der Beschluss, das Leobad zu sanieren schon gefasst, bevor das Programm aufgelegt wurde. Die Sanierung des Freibades wird daher wie ursprünglich geplant ohne Fördermittel erfolgen.

Wer wie viel Geld bekommt, darüber hatte eine Expertenjury des Bundes entschieden. Die Bescheide wurden erst jetzt zugestellt. Der Bundestagsabgeordnete Florian Toncar bemängelt das Verfahren. Auch die Art der Absagen an die Kommunen sei völlig intransparent erfolgt. Gründe zur Ablehnung der Förderanträge wurden nicht genannt.




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