Freibad Möhringen im Test Zwischen Freibadpommes und FKK-Wiese

Abendstimmung im Möhringer Freibad. Foto: imago/7aktuell/imago stock&people

Wo gibt es die besten Pommes, wo die heißesten Flirts und welches Bad ist am schnellsten mit den Öffis erreichbar? Wir haben Stuttgarts Freibäder ausgecheckt.

Digital Desk: Katrin Maier-Sohn (kms)

Freiluftschwimmer:innen konnten ihr Glück kaum fassen als das Möhringer Freibad in diesem Jahr bereits Ende April seine Türen öffnete, alle anderen Stuttgarter Freibäder folgten erst im Mai.

 

Wir haben für euch das Möhringer Freibad auf Herz und Nieren – beziehungsweise auf Wasser, Pommes und Co. – getestet.

Spaßfaktor

Mit Rutschen (nur eine kleine für Babys) und einem Zehn-Meter-Brett (Ein-, Drei- und Fünf-Meter-Bretter gibt es) kann das Möhringer Freibad nicht glänzen. Dafür gibt es einen Spielplatz für Kleinkinder, Volleyball- und Basketball-Felder sowie Tischtennisplatten.

Grünflächen

Ist das noch Stuttgart oder schon Dorf? Das Bad liegt sehr idyllisch, umgeben von Feldern und Bäumen. Besonders schön sind die bepflanzten Blumenbeete, die liebevoll gepflegt sind und in bunten Farben blühen.

Pommes

Gibt es einen Ort, an dem Pommes besser schmecken als im Freibad? Natürlich nicht. Der Kiosk im Bad hat nur bei schönem Wetter und ausreichend Badegästen geöffnet, dann bildet sich aber schnell eine lange Schlange. Denn in Möhringen gibt es vielleicht die größte Portion Freibad-Pommes in ganz Stuttgart! Für 4,70 Euro bekommt man hier diese große Portion Pommes mit Ketchup. Die Kinderportion, die einer gewohnten Freibadpommes-Größe ähnelt, kostet 3,50 Euro.

Sport-Schwimmbahn

Das sogenannte Mehrzweckbecken misst 50 mal 21 Meter und ist im Nichtschwimmer-Bereich 0,9 Meter und im Schwimmerbereich bis zu 3,8 Meter tief. Die äußeren beiden Bahnen sind für Sportschwimmer abgetrennt. Dort lässt es sich schnell Bahnen ziehen, ohne dabei von Tratschtanten oder spielenden Kindern gestört zu werden.

Überfüllung

Wer auch mal bei schlechtem Wetter schwimmen geht, hat hier große Chancen, nur mit einer Handvoll Menschen das Becken teilen zu müssen. Bei gutem Wetter ist es hier aber, so wie in allen Stuttgarter Bädern, voll, vor allem, weil es nur ein Becken gibt – abgesehen vom kleinen Babybecken.

Zum Freibad gehört auch ein Kiosk. Foto: imago/7aktuell

Flirtfaktor

Am Wochenende und bei 30 Grad plus spielen hier sportliche Jungs und Mädels Volleyball oder Basketball. Einfach mal fragen, ob man mitspielen darf. Für ganz Mutige ist der abgegrenzte FKK-Bereich der richtige Ort für heiße Flirts, da weiß man wenigstens gleich woran man ist. Unter der Woche und bei kühleren Temperaturen können hier aber eher 60+ ihr neues Schatzi unter den Stammschwimmer:innen finden oder mit ganz viel Glück beim Kraulen auf der Schnellschwimmbahn: „Hey, du hast aber einen schönen Schwimmstil, magst du mir mal Nachhilfe geben?“

Erreichbarkeit mit den Öffis

Das Bad hat sogar eine eigene Stadtbahnhaltestelle. Mit der U6 und U5 fährt man bis „Möhringen Freibad“. Ansonsten fährt der Bus 72 bis zur Haltestelle Lohäckerstraße.

Besonderheiten

Ein großes Plus ist der sogenannte Ausschwimmkanal. In der Mitte des Bades findet sich ein Pavillon aus Glas, in dem zusätzlich zu den anderen Duschen und Umkleidekabinen ebenfalls die Möglichkeit besteht, sich umzuziehen. Von dort gelangt man über einen Einstieg direkt ins Becken – quasi ohne im Freien laufen zu müssen. Zum Beispiel dann praktisch, wenn es regnet.

Alle Stuttgarter Bäder sind in diesem Jahr teurer geworden: Der Einzeleintritt beträgt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Vergangene Saison waren es 4,50 Euro (ermäßigt 2,70 Euro). Eine halbe Stunde vor Kassenschluss reduziert sich der Eintritt auf 3,70 Euro (ermäßigt 2,20 Euro).

Freibad Möhringen, Hechingerstr. 112, Stuttgart-Möhringen, 26.4.-31.5. Mo-Fr 7-19.30, Sa+So 9-19.30; 1.6.-31.8. Mo-Fr 7-20.30, Sa+So 9-20.30 Uhr; 1.-14.9. Mo-Fr 7-19.30, Sa+So 9-19.30 Uhr

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