Endlich ist das Wetter in Stuttgart wieder freibadtauglich. Die städtischen Bäder hoffen auf viele Besucher. Und wie spart man sich das lange Anstehen?
Regen und 17 Grad – das Wetter in Stuttgart in den vergangenen Wochen war nicht eben freibadtauglich. Aber jetzt kommt der Sommer mit Macht zurück: Am Samstag soll es 32 Grad heiß werden, am Sonntag sind 30 Grad vorausgesagt. Bereiten sich die Stuttgarter Freibäder auf ein Großkampf-Wochenende vor?
„Wir freuen uns sehr, dass nach der Schlechtwetterphase nun endlich die Sonne und das sommerliche Wetter zurückkehren und hoffen auf viele Badegäste“, sagt Jens Böhm, der Sprecher der Stuttgarter Bäder. Auf einen größeren Andrang sei man in allen städtischen Freibädern vorbereitet – vom kleinen Sillenbucher Bädle bis zum Besuchermagneten Leuze. „Es ist ausreichend Personal in allen Funktionen da.“ Grundsätzlich seien bei schlechtem Wetter genauso viele Mitarbeiter im Einsatz wie bei gutem, sagt Böhm, aber „bei großem Andrang werden wir temporär zusätzliches Kassenpersonal einplanen.“
Trick 17: Tickets für Bäder Stuttgart online kaufen
Langes Anstehen kann vermeiden, wer die Eintrittskarten online kauft. „Wir empfehlen grundsätzlich den Kauf eines Online-Tickets“, sagt der Sprecher der Stuttgarter Bäder. Am Drehkreuz muss man dann nur einen QR-Code scannen, „so geht der Zugang sehr zügig“. Einmalig muss man sich für die E-Tickets registrieren – viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter dürften aber ohnehin noch aus Coronapandemie-Zeiten registriert sein, als man nur online Schwimmslots buchen konnte. Mitglieder von Programmen wie EGym Wellpass oder Urban Sports Club müssen hingegen trotzdem an die Kasse, um ihre Mitgliedschaft nachzuweisen.
Und wie sieht es bei den Botnanger Freibädern aus, die nicht städtisch sind, sondern von Sportvereinen betrieben werden? „Wir rechnen fürs Wochenende nicht mit einem riesigen Ansturm, weil wir uns mitten in der Urlaubszeit befinden“, sagt Peter Kolb, beim MTV Stuttgart als Geschäftsführer Technische Betriebe tätig und damit auch für das Freibad des Vereins in der Botnanger Furtwänglerstraße zuständig. Die Leute planschen derzeit eher an der Algarve oder am Wolfgangsee als am Rande des Bauernwaldes, also erwartet Kolb keine lange Schlange an der Schwimmbadkasse. „Wir sind aber auf alles vorbereitet: Wir haben genug Bademeister, und unser Kiosk ist auch gut bestückt.“
Spendenschwimmen beim ASV Botnang
Andreas Gölz ist der ehrenamtliche Freibadverwalter des ASV-Quellfreibades, das ein Stück oberhalb vom MTV an der Furtwänglerstraße liegt. Hier ist man besonders froh über die Wetterbesserung, denn an diesem Samstag wird dort ein Spendenschwimmen stattfinden, um dem Babybecken ein neues Sonnensegel zu finanzieren. „Wer mitmachen will, kann für jede geschwommene Bahn einen Euro von unseren Sponsoren sammeln“, erklärt Gölz das Prinzip. Das Ziel: Mindestens 950 geschwommene Bahnen, so alt wird Botnang in diesem Jahr. Als Sponsoren konnten der Botnanger Buchladen und die Element-i-Kinderhäuser gewonnen werden.
Für das ASV-Bad werde es höchste Zeit, dass das Wetter wieder besser wird, sagt Gölz. „Der heiße Juni war doppelt so stark besucht wie sonst, aber das Regenwetter im Juli war für uns existenzbedrohend.“ Außer der Dauerkartenbesitzenden sei in den vergangenen drei Wochen so gut wie niemand zum Schwimmen gekommen. „Wenn der August jetzt normal verläuft, kommen wir finanziell mit einem blauen Auge davon.“
Peter Kolb vom MTV fand den Sommer bislang gar nicht ganz so übel im Hinblick auf den Freibadbetrieb: „Im Juni war es lange richtig heiß, nur jetzt im Juli waren die letzten zwei, drei Wochen so verregnet“, sagt er. Eine ähnliche Zwischenbilanz zieht auch Jens Böhm von den städtischen Bädern: „Bis vor kurzem befanden wir uns zwar in einer Schlechtwetterphase, aber wir hatten beispielsweise von Mitte Juni bis Anfang Juli auch viele heiße Tage mit vielen Gästen.“ Im Vergleich zur Vorsaison hätten bisher sogar mehr Menschen die städtischen Freibäder besucht.