Freiburg Prozess um tödlichen Ehestreit – Angeklagter legt Geständnis ab

Von red/dpa 

Vor dem Landgericht Freiburg hat ein 68-Jähriger am Montag gestanden, seine Ehefrau erschlagen zu haben.

Vor dem Landgericht Freiburg muss sich ein 68-Jähriger verantworten. Foto: dpa
Vor dem Landgericht Freiburg muss sich ein 68-Jähriger verantworten. Foto: dpa

Freiburg - Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau bei einem Streit mit ihrem Ehemann hat der Prozess gegen den 68-Jährigen mit einem Geständnis begonnen. Er habe seine 62 Jahre alte Frau erschlagen, sagte der Mann am Montag vor dem Landgericht Freiburg. Er selbst könne sich die Tat bis heute nicht erklären, an den Ablauf der tödlichen Auseinandersetzung erinnere er sich nicht. In den Monaten zuvor sei bei ihm eine schwere Krebserkrankung diagnostiziert worden. Dies habe zwischen ihm und seiner Frau zu Streit geführt. Dieser sei schließlich eskaliert.

Die Attacke ereignete sich Gerichtsangaben zufolge am Geburtstag des Mannes an einem Sonntagmorgen im Juli in der Wohnung des Paares in Freiburg. Die Frau starb am Tatort, der Mann wurde wenige Minuten nach der Tat in der Wohnung festgenommen. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Nachbarn hatten den Streit gehört und die Polizei alarmiert. In dem Prozess ist der Mann wegen Totschlags angeklagt. Ein Urteil könnte es Gerichtsangaben zufolge Ende Dezember geben.

Frau wollte sich trennen

Die Frau hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft dem Mann mitgeteilt, dass sie sich trennen wolle. Sie sei von ihm, nachdem es zuvor mehr als zwei Stunden lang Streit gegeben hatte, plötzlich attackiert und mit einer Bierflasche sowie einem Glaskrug erschlagen worden. Die Frau habe erfolglos versucht, zu flüchten. Der Kampf zwischen ihr und dem Mann habe zehn bis 15 Minuten gedauert, die Frau habe letztlich keine Chance gehabt. Das Paar saß gemeinsam am Frühstückstisch, als es zu dem Streit und dem Angriff kam.

Der Prozess wird fortgesetzt. Es sind nach Angaben des Gerichts fünf Verhandlungstage geplant. Gehört werden sollen demnach sieben Zeugen, ein psychiatrischer Sachverständige sowie eine Rechtsmedizinerin.