Die Farbenlehre Johann Wolfgang von Goethes und die Auseinandersetzung verschiedener Maler mit dieser Schrift sind Thema eines Vortrags, der am 7. September an der Freie Kunstschule stattfindet.

Bad Cannstatt - „Am farbigen Abglanz haben wir das Leben – Goethes Farbenlehre im Lichte Adolf Hölzels“ lautet das Thema eines Vortrags im Rahmen des Studium Generale an der Freien Kunstschule, Bottroper Straße 42-44. Goethe zählte seine 1810 erschienene Farbenlehre zu seinen Hauptwerken. Er äußerte einmal: „Auf alles, was ich als Poet geleistet habe, bilde ich mir gar nichts ein. Daß ich aber in meinem Jahrhundert in der schwierigen Wissenschaft der Farbenlehre der einzige bin, der das Rechte weiß, darauf tue ich mir etwas zugute.“ In großem Kontrast zu dieser Selbsteinschätzung steht die überwiegend ablehnende Beurteilung des Werkes von Seiten der Naturwissenschaft. Es waren vor allem Maler wie Philipp Otto Runge und William Turner, die Goethes Farbenlehre rezipierten. Auch Künstler der klassischen Moderne setzten sich mit dem Text auseinander, allen voran Adolf Hölzel. Er sagte: „Unser Kreis, speziell ich, stehen, [...] auf Goetheschem Fundamente und suchen darauf weiterzubauen. Goethe ist für uns nicht veraltet, sondern ewig, wenigstens so lange es menschliche Augen gibt.“ In seinem Vortrag geht Ulrich Röthke dieser intensiven und produktiven Auseinandersetzung nach. Beginn des Vortrags ist am Mittwoch, 7. September, um 19 Uhr.

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