Freie Wähler-Fraktion in Leinfelden-Echterdingen Sie will der Jugend eine Stimme geben

Lisa Fellmeth. Foto: privat

Lisa Fellmeth sitzt als neue Stadträtin im Freie Wähler-Boot. Die 19-Jährige ist nun die Jüngste im Gemeinderat. Als Hürde empfindet sie das nicht. Ganz im Gegenteil.

Filderzeitung: Natalie Kanter (nak)

Lisa Fellmeth war schon vor der Kommunalwahl eine ganz fleißige Kommunalpolitikerin. In fast jeder Sitzung war die 19-Jährige dabei. Damals noch in ihrer Funktion als Jugendgemeinderätin. Auch als frisch eingesetzte Stadträtin will sie jetzt der Jugend eine Stimme geben, das ist ihr wichtig. „Wenn man neue Baugebiete ausschreibt, sollte man auch mitdenken, dass dort künftig auch mehr Familien und Kinder leben werden, dass man dort mehr Kitaplätze braucht“, sagt sie. Es ist ihr wichtig, sich für Oberaichen stark zu machen. Denn aus diesem Ortsteil kommt die junge Frau, die für die Freien Wähler zur Wahl angetreten war, obwohl ihre Mutter Katja Fellmeth überzeugte Christdemokratin ist.

 

Bessere Infrastruktur für Oberaichen

Oberaichen habe zwar einen Bäcker, einen Metzger und einen kleinen Gemüseladen – die Infrastruktur in dem Stadtteil könne aber schon attraktiver werden, betont sie. Eine Grundschule gibt es in diesem Ort bisher auch nicht. „Wenn man die dritte oder vierte Klasse als eine Außenstelle der Ludwig-Uhland-Schule anbinden könnte, würde der Ortsteil enorm gewinnen“, sagt sie. Eine gute Lösung, mit der alle Seiten einverstanden sind, wünscht sie sich für das Moscheebauprojekt in Oberaichen. „Damit ein schönes Miteinander geschaffen werden kann“, sagt sie.

Lisa Fellmeth ist eine der fünf neuen Mandatsträger, welche die Kommunalwahl in das kommunalpolitische Gremium von Leinfelden-Echterdingen gespült hat. Die 19-Jährige sitzt als die Neue im Freie Wähler-Boot und ist fortan auch das jüngste Mitglied im Gemeinderat. Als Hürde empfindet sie das nicht. „Das Alter spielt für mich keine so große Rolle“, sagt sie. Im Gemeinderat sei eine gute Mischung aus Menschen mit Erfahrung und Menschen mit frischen Ideen wichtig. Ihr Name stand auf Position zwei der Liste der Freien Wähler, welche bei der Kommunalwahl insgesamt sehr gut abgeschnitten hatten. „Das ist eine gute Ausgangslage, ich bin zuversichtlich“, hatte die junge Frau ihre Chancen gewählt zu werden, vor der Wahl eingeschätzt.

Dass ihr Ergebnis dann mit 7322 Stimmen so positiv ausgefallen ist, hat sie dann aber doch überrascht. „Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat“, sagt sie. Ihr liegt es am Herzen, die Aufenthaltsqualität in den Ortskernen zu erhöhen und so die Stadtqualität aufzuwerten. Sie wird fortan im Verwaltungs-, Kultur-, und Sozialausschuss sowie im Stadtwerkeausschuss vertreten sein. Lisa Fellmeth studiert in Stuttgart Infrastrukturmanagement.

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