Nach schweren Unwetterschäden pendelten monatelang keine S-Bahnen zwischen den beiden Kommunen. Das ändert sich am Sonntag, 15. Dezember. Allerdings mit Einschränkungen.
Am Stuttgarter Hauptbahnhof war noch Anfang der Woche zu lesen, dass die Linie S4 bis auf Weiteres nicht zwischen Marbach und Backnang pendele. Man hätte also auf den Gedanken kommen können, dass die Bahn ihrer Ankündigung keine Taten folgen lässt und der S-Bahn-Verkehr auf diesem Teilstück am Sonntag, 15. Dezember, doch nicht wieder aufgenommen wird. Ein Sprecher des Konzerns beruhigt aber, versichert, dass die S 4 nach einer monatelangen Zwangspause wie geplant von Marbach nach Backnang rollen werde.
Züge müssen langsam fahren
Das war bis dato nicht möglich, weil ein Hangrutsch nach einem schweren Unwetter im Juni die Gleisanlagen auf halbem Weg bei Kirchberg an der Murr erheblich in Mitleidenschaft gezogen hatte. Seitdem sorgen Busse dafür, dass Passagiere zwischen den beiden Kommunen hin- und herfahren können. Am 15. Dezember wird der Zugverkehr provisorisch wieder aufgenommen. Provisorisch bedeutet zum einen, dass die Bahnen den Bereich des Hangrutschs „nur mit stark verminderter Geschwindigkeit“ passieren können. Zum anderen sind die Züge auch nur zu den Stoßzeiten im Stundentakt unterwegs, morgens ab Backnang von 5.43 und 9.43 Uhr und mittags zwischen 13.43 und 18.43 Uhr sowie ab Marbach von 6.13 bis 9.13 und von 13.13 bis 19.13 Uhr. Ersatzbusse decken weiter die Zeiten drum herum ab, werden aber zusätzlich in den Stoßzeiten eingesetzt, um zwei Fahrten je Stunde anbieten zu können.
Der Hang wird dauerhaft gesichert
Diese Regelung gelte zunächst fix bis zum 14. Juni, sagt der Bahnsprecher. Man könne keine Prognose abgeben, ab wann die S-Bahnen den regulären Betrieb aufnehmen. Es lasse sich auch nicht sagen, wann genau die dafür nötigen Arbeiten an der Strecke über die Bühne gehen. „Das hängt auch davon ab, wie die Ergebnisse zu den weiteren geologischen und hydrologischen Gutachten ausfallen“, erklärt er. Im Kern gehe es darum, wie der Hang, an dem derzeit zum Teil Zäune und Stahlnetze angebracht seien, dauerhaft gesichert werden könne.