Freilichtbühne auf dem Killesberg Open-Air-Saison startet im Juni

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Die Konzertveranstalter blicken mit Vorfreude auf den Sommer: Auf der Freilichtbühne im Höhenpark Killesberg stehen wieder zahlreiche Künstler – von Snoop Dogg über Toto und La Traviata bis hin zu Revolverheld.

Die Freilichtbühne Killesberg gilt bei Veranstaltern und Publikum als Kleinod. Foto: Archiv
Die Freilichtbühne Killesberg gilt bei Veranstaltern und Publikum als Kleinod. Foto: Archiv

Stuttgart - Acht Stunden hat es gedauert, bevor das einzige Konzert des amerikanischen Rappers Snoop Dogg in Deutschland ausverkauft war. 4500 Tickets für das Konzert auf der Freilichtbühne im Höhenpark Killesberg waren innerhalb eines Tages vergriffen. Der Geschäftsführer des Konzertveranstalters SKS Michael Russ, Paul Woog, hätte sich vorstellen können, auch mehr Tickets zu verkaufen, aber: „In Stuttgart fehlt es an einer Open-Air-Location für ein Publikum der Größe von 10 000 Zuschauern.“ Eine entsprechende Logistik auf dem Cannstatter Wasen aufzubauen sei zu teuer („Das würde die Ticketpreise in die Höhe schnellen lassen“), in eine Ausweichspielstätte in der Region wollen viele Künstler nicht („Stuttgart steht für Porsche und Mercedes“).

Die Freilichtbühne ist bei Konzertveranstaltern beliebt

Trotzdem: genau wie die beiden anderen Geschäftsführer der Konzertveranstalter C2 Concerts und des Music Circus Concertbüros lässt Woog nichts auf die Freilichtbühne im Höhenpark kommen. Als „Kleinod“ bezeichnen die Geschäftsführer und Andreas Kroll von der Veranstaltungsgesellschaft In Stuttgart die Freilichtbühne bei dem Pressegespräch am Montag immer wieder. „Das ist eine gut funktionierende Location“, sagt Woog. Und sie sei, wie eben im Falle von Snoop Dog, auch kurzfristig verfügbar. „Wenn wir auf dem Schlossplatz spielen wollten“, sagt der Konzertveranstalter, „dann bräuchten wir eine viel längere Vorlaufzeit.“ Außerdem sei der Ort in der Stadtmitte mit vielen Regelveranstaltungen wie den Jazz-Open oder dem SWR-Sommerfest schon belegt.

Bis 22 Uhr müssen die Veranstaltungen auf der Freilichtbühne beendet sein. Natürlich sei es schöner, wenn es länger gehen würde und dunkler wäre, sagt Woog, aber man verstehe sich mit den Anwohnern sehr gut, und das solle auch so bleiben.

Toto, La Traviata und Dieter Thomas Kuhn

Dafür sollen auch in diesem Jahr wieder viele verschiedene Musiker sorgen – mehr als 2014, sagt Andreas Kroll: „Aufgrund der Fußball-WM fanden 2014 auf der Freilichtbühne weniger Veranstaltungen statt.“ Die diesjährige Bandbreite reicht von der amerikanischen Rockband Toto über Verdis Oper „La Traviata“ und schließlich drei Konzerten von Dieter Thomas Kuhn. Die sind allerdings, wie auch das Juni-Konzert der Hamburger Rockband Revolverheld, bereits ausverkauft. Um Eric Burdon oder das Alan Parsons Live Project live in Stuttgart zu erleben, ist es noch nicht zu spät – dafür sind noch Karten zu haben.




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