Max-Eyth-See in Stuttgart-Hofen Gibt es bald ein Grillverbot?
Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat sich mit großer Mehrheit für den Abbau der Grillstellen und für Kontrollen ausgesprochen.
Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat sich mit großer Mehrheit für den Abbau der Grillstellen und für Kontrollen ausgesprochen.
Kein Grillen, keine Wasserpfeifen, dafür Kontrollen an den Wochenenden am See durch die Stadt und einen privaten Sicherheitsdienst. Die Lokalpolitiker von Mühlhausen sprechen sich für schärfere Regeln im Naherholungsgebiet aus, um die Probleme in den Griff zu bekommen.
Zwei Anträge zum Nutzungskonzept lagen auf dem Tisch von der FDP und von CDU und Grünen. Letzterer wurde mehrheitlich verabschiedet. Darin fordert der Bezirksbeirat nun eine Reihe von Maßnahmen zur Umsetzung am Max-Eyth-See. Das Gremium setzte sich für ein Grillverbot vom 1. Januar 2023 an ein, und zugleich soll dort auch das Rauchen von Wasserpfeifen untersagt werden. Der Grünen-Bezirksbeirat Melih Göksu begründete die Forderung mit dem Kontrollbericht des Ordnungsamts vom 24. August und den entstandenen Schäden im Landschaftsschutzgebiet. Rainer Hellmann (CDU) erklärte, in dem Bericht seien am 14. August trotz eines bestehenden Grillverbots wegen Waldbrandgefahr innerhalb von drei Stunden 59 Grillende, acht Shisha-Rauchende und 20 Parkende auf Grünflächen angetroffen worden. Göksu sagte, die Stadt habe erklärt, dass Kontrollen nicht funktionierten, dass sie nicht genügend Personal habe. „Die maximale Lösung ist: Es wird nicht gegrillt.“
Hellmann verwies darauf, auch wenn Grillplätze da seien, interessierten die Verbote niemand. Bei Waldbrandgefahr seien die Hinweisschilder entfernt worden, „es kann so nicht weitergehen“. Zustimmung kam aus Teilen der SPD und von der AfD zu dem Antrag. Der SPD-Bezirksbeirat Johannes Jäger wollte die Grillplätze beibehalten. Das hatte auch die FDP in ihrem Antrag gefordert. Die Mehrheit des Bezirksbeirats stimmte aber für das Grillverbot, damit hatte sich der Antrag der FDP erledigt.
Im Forderungspaket des Gremiums ist auch enthalten, dass ein Sicherheitsdienst und der städtische Vollzugsdienst im nächsten Jahr an Wochenenden sowie an Feiertagen von März bis September zwischen 14 und 24 Uhr am See im Einsatz sind. Der Sicherheitsdienst soll mit mindestens sechs, zur „Hochsaison“ mit acht Beschäftigten vor Ort sein, der städtische Vollzugsdienst mit zwei Mitarbeitern im Einsatz sein. Auch soll die Beleuchtung mehrerer Wegeverbindungen verbessert werden. Für den Bereich des „Grünen Klassenzimmers“ wird eine zusätzliche Toilettenanlage für die Schüler gewünscht sowie ein Ausbau der bestehenden Toilettenanlage. An Wochenenden soll der Fußweg entlang des Neckars von der Aubrücke bis zum Abzweig „Haus am See“ für den Radverkehr gesperrt werden. Zudem soll es an der Haltestelle Wagrainäcker eine zusätzliche Schranke geben, die an Wochenenden und wochentags ab einer bestimmten Uhrzeit geschlossen wird. Bezüglich des Parkens will der Bezirksbeirat an einer Planung beteiligt werden, was die Parksituation im Bereich der Mühlhäuser Straße betrifft. Auch soll es eine Besucherzählung geben.
Der Bezirksbeirat hat nun seine Vorstellungen konkretisiert. Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann wird die Verwaltung um deren Berücksichtigung bitten. Über das Nutzungskonzept für den Max-Eyth-See wird in einem nächsten Schritt dann schließlich der Gemeinderat entscheiden.