Freizeitsport in Böblingen Stefan Belz gibt den Klettermaxen

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Zur Eröffnung des Roccadion in Böblingen wagt sich der OB in eine schwindelerregende Höhe. Die neue Kletterhalle bietet insgesamt 2000 Quadratmeter Wandfläche. Die Betreiber hoffen auf 60 000 Besucher im Jahr.

Der Rathauschef überwindet die Kletterwand in  zwei Minuten. Foto: factum/Weise 11 Bilder
Der Rathauschef überwindet die Kletterwand in zwei Minuten. Foto: factum/Weise

Böblingen - Stefan Belz greift beherzt zu und hat einen festen Tritt. Flink klettert der grüne Rathauschef von Böblingen zur Eröffnung der Kletterhalle Roccadion eine 18,50 Meter hohe Wand hinauf. In nur zwei Minuten ist er oben. Danach geben Georg Humburg , der Geschäftsführer der Freizeiteinrichtung, und dessen Partner, Florian Schüle, die Kletterwände für die Festgäste frei. Fünf Millionen Euro investierten die beiden in das Unternehmen. Schüle erwartet im Jahr insgesamt rund 60 000 Besucher, „die wohl vor allem aus Böblingen und Sindelfingen kommen.“

Gute Anbindung an Bus und Bahn

„Für die Stadt Böblingen ist das ein ganz besonderer Tag“, sagte Stefan Belz. Das Roccadion sei eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Sportanlagen der Sportvereinigung Böblingen und des Freibads. „Die Kletterhalle ist ein weiterer Baustein des Sportzentrums am Silberweg“, unterstrich der Oberbürgermeister. Außerdem sei sie ideal gelegen mit einer Bushaltstelle in der Nähe und der perfekten Anknüpfung an das Netz der S-Bahn.

In der Halle stehen 2000 Quadratmeter an Kletterfläche zur Verfügung. Die Kletterwände – dazu zählt auch eine Boulderwand mit Schrägen – weisen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf. „Die Halle entspricht den Standards, die notwendig sind, um darin auch eine Meisterschaft austragen zu können“, erklärte Schüle.

Der Deutsche Alpenverein musste seinen Plan aufgeben

„Für uns geht ein Traum in Erfüllung“, machte Humburg keinen Hehl aus seiner Freude, „die Kletterfreunde haben schon lange auf eine solche Anlage gewartet.“ Vor knapp zehn Jahren hatte die Böblinger Sektion des Deutschen Alpenvereins für zwei Millionen Euro an gleicher Stelle eine Kletterhalle bauen wollen. Der Verein war aber an der Finanzierung gescheitert.




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