French Open Deutschen Tennis-Damen droht Tristesse

Laura Siegenmund am zweiten Tag der French Open. Foto: AFP/MARTIN BUREAU
Laura Siegenmund am zweiten Tag der French Open. Foto: AFP/MARTIN BUREAU

Am zweiten Tag der French Open gab es aus deutscher Sicht viel Frust. Vor allem die klare Niederlage von Laura Siegemund war enttäuschend. Den deutschen Damen droht komplette Tristesse.

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Paris - Den deutschen Tennis-Damen droht bei den French Open das schlechteste Abschneiden seit über 60 Jahren. Einen Tag nach dem Aus von Angelique Kerber schied am Montag auch Laura Siegemund in Paris aus. Die 33 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin musste sich der Französin Caroline Garcia klar mit 3:6, 1:6 geschlagen geben.

Damit ist aus deutscher Sicht nur noch Andrea Petkovic bei den Damen dabei. Die 33 Jahre alte Darmstädterin steht am Dienstag vor der schweren Erstrunden-Aufgabe gegen die an Nummer 18 gesetzte Tschechin Karolina Muchova. Sollte auch Petkovic scheitern, stünde im Stade Roland Garros erstmals seit 1958 keine deutsche Spielerin in der zweiten Runde.

Völlig ohne Chance

Siegemund war auf dem Court Suzanne Lenglen völlig ohne Chance. Nur im ersten Satz konnte die Schwäbin die Partie einigermaßen offen gestalten. Doch nach einem schnellen Break im zweiten Durchgang war Garcia nicht mehr zu stoppen. Siegemund wirkte wie in den vergangenen Wochen nicht richtig fit, die deutsche Nummer zwei plagt sich seit langem mit Knieproblemen herum. Nach nur 67 Minuten war die Partie bereits wieder vorbei.

Zwei Niederlagen gab es auch für die deutschen Herren. Qualifikant Maximilian Marterer verlor gegen den Serben Filip Krajinovic mit 4:6, 1:6, 6:7 (3:7). Peter Gojowczyk unterlag dem Italiener Gianluca Mager mit 2:6, 6:3, 4:6, 5:7. Der 31-Jährige aus Dachau war erst ganz kurzfristig doch noch ins Hauptfeld gerutscht. Weil der Australier John Millman wegen einer Verletzung im letzten Moment absagen musste, rückte Gojowczyk nach und musste sofort auf den Platz. Trotz einer ordentlichen Leistung reichte es aber nicht für eine Überraschung.

Mit Yannick Hanfmann und Oscar Otte am Tag zuvor sind damit bereits vier Deutsche in der Herren-Konkurrenz gescheitert. Nur Alexander Zverev schaffte bislang durch einen Fünfsatz-Sieg gegen Otte am Sonntag den Sprung in die zweite Runde.

Iga Swiatek schafft den Sprung

Die Favoriten gaben sich am zweiten Tag der French Open zunächst keine Blöße. Bei den Damen schaffte die polnische Titelverteidigerin Iga Swiatek den Sprung in die zweite Runde. An ihrem 20. Geburtstag setzte sich die Überraschungssiegerin des vergangenen Jahres gegen Kaja Juvan aus Slowenien mit 6:0, 7:5 durch. Danach gab es für Swiatek auf dem Centre Court ein Ständchen der Zuschauer und einen Blumenstrauß. Bei den Herren zog der an Nummer zwei gesetzte Daniil Medwedew in die zweite Runde ein. Der Russe bezwang Alexander Bublik aus Kasachstan mit 6:3, 6:3, 7:5.

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