Fridays for Future in Stuttgart Keine Aktionen mehr in diesem Jahr

Von the 

Die Klimaaktivisten von Fridays for Future haben ein anstrengendes Jahr hinter sich. Mancher fühlt sich ausgebrannt. Jetzt legen die Organisatoren eine Weihnachtspause ein.

Am 29. November kamen 10.000 Menschen für Fridays for Future in der Stuttgarter Innenstadt zusammen. Foto: Leif Piechowski/Leif Piechowski
Am 29. November kamen 10.000 Menschen für Fridays for Future in der Stuttgarter Innenstadt zusammen. Foto: Leif Piechowski/Leif Piechowski

Stuttgart - Die Stuttgarter Klimademos Fridays for Future gehen in die Weihnachtspause. In diesem Jahr werde es keine Aktionen mehr geben, teilten die Stuttgarter Organisatoren am Donnerstag mit. „Ein Jahr Vollzeitaktivismus, wöchentliche Streiks und vier globale Aktionstage fordern ihren Tribut“, heißt es in einer Pressemitteilung der Klimaaktivisten.

Man werde die Adventszeit und die Tage zwischen den Jahren dazu nutzen, „Kräfte neu zu sammeln, Vorbereitungen zu treffen und weitere Strukturen für den Klimaprotest im neuen Jahr aufzubauen.“

>> Infos und Hintergründe zu Fridays for Future

Nisha Toussaint-Teachout vom Stuttgarter Zweig der weltweit operierenden Klimaaktivisten gibt unumwunden zu, dass das vergangene Jahr gezehrt habe: „Viele von uns sind –wie unser Planet – kurz vor dem Ausbrennen und brauchen dringend Zeit neue Energie zu tanken.“

„Aufhören ist keine Option“

Man werde die Auszeit nutzen, um neue Ideen und Konzepte für den Kampf gegen den Klimawandel zu erarbeiten. „Wir wollen im kommenden Jahr noch entschlossener und effektiver auftreten“, sagt Kolja Schultheiß, Schüler aus Esslingen und einer der Organisatoren der Stuttgarter Bewegung. Es stehe außer Frage, dass die Demonstrationen 2020 weitergehen. „Aufhören ist keine Option.“

Ende November hatte das Bündnis zu einem großen Klimastreik in der Stuttgarter Innenstadt aufgerufen. Nach Schätzung der Veranstalter kamen dort mehr als 10.000 Menschen zusammen. Fridays for Future hatte die Großproteste bewusst auf den letzten Freitag vor dem Start der Weltklimakonferenz in Madrid gelegt.

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