Fridays for Future Klimastreik geht auch in Stuttgart weiter

Von Alexander Schmitt 

Die Klimabewegung Fridays-for-Future streikt wieder in Stuttgart. Am 25. September ruft die Gruppe zum globalen Klimastreik auf und ruft dazu auf, Regenschirme mitzubringen. Doch was steckt da dahinter?

Die Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung demonstrieren für ihre eigene Zukunft, wie hier im vergangenen September auf dem Schlossplatz. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Die Aktivisten der Fridays-for-Future-Bewegung demonstrieren für ihre eigene Zukunft, wie hier im vergangenen September auf dem Schlossplatz. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Nicht nur eine Maske, auch einen Regenschirm sollen die Teilnehmenden des sechsten globalen Klimastreiks am Freitag, 25. September, mitbringen. Für 12.30 Uhr ruft die Fridays-for-Future-Bewegung Stuttgart zu einer Demonstration im Stadtgarten auf. „Die Wettervorhersage ist für Freitag relativ gut“, sagt Jonathan Heckert, „aber wir wollen ein Gefühl der Gemeinschaft erzeugen, damit man schon in der Bahn sieht: Aha, der geht auch zu der Demo.“

Hat die Klimakrise auch soziale Auswirkungen?

Der 18-Jährige hat sich mit weiteren Aktivisten auch während der Corona-Pandemie in der Bewegung engagiert. „Es war eine harte Zeit, sich umzustellen. Wir haben aber das Beste aus der Situation gemacht, uns gut strukturiert und vernetzt“, sagt der Aktivist, der im Moment ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim BUND in Baden-Württemberg macht.

„Wir haben viel mit anderen Umwelt- und Klimaorganisationen zusammengearbeitet, aber auch mit offenen Bewegungen wie Black Lives Matter“, so Heckert über die Corona-Zwangspause. Von der Klimakrise sei nämlich nicht nur die Umwelt betroffen, auch soziale Aspekte gingen damit einher.

„Die Klimakrise ist so dringend, dass wir nicht mehr länger warten können“

Ein Vorwurf an die Fridays-for-Future-Bewegung ist, dass durch das Engagement Arbeitsstellen verloren gingen. „Es gibt eine gemeinsame Kampagne mit Gewerkschaften, damit das Ganze auch arbeitnehmerfreundlich verläuft“, so Heckert. Er sagt, die Bewegung habe die Zeit während der Corona-Pandemie genutzt, um eine konstruktive Debatte mit verschiedenen Akteuren zu führen, denn für den Klimaschutz brauche es einen Strukturwandel.

Für die Demonstration gibt es laut Heckert ein Hygiene-Konzept, das noch enger gefasst sei, als die staatlichen Auflagen: „Wir sagen ganz klar, es geht über die Vorgaben hinaus: Maskenpflicht und mindestens 1,5 Meter Abstand.“ Zudem seien zusätzliche Ordner eingesetzt, die auf die Umsetzung der Vorschriften achten sollen, so Heckert. „Wir legen da großen Wert drauf, weil wir uns der Verantwortung bewusst sind. Aber die Klimakrise ist so dringend, dass wir nicht mehr länger warten können.“

Laut der Stadt Stuttgart sind für die Demonstration 2000 Teilnehmende angemeldet. Start und Ende der Demonstration sind im Stadtgarten. Es soll einen kurzen Aufzug geben, dessen Route noch bekannt gegeben wird. „Wir wurden bisher daran gemessen, wie viele Menschen auf der Straße sind, aber während Corona darf das nicht mehr der Maßstab sein“, so der Aktivist Jonathan Heckert.




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